Blau-Gelbe turnen beim 55. Meißner Hallenturnfest
Ein Bad Dübener Quintett turnte beim 55. Meißner Hallenturnfest.
Meißen. Zur ersten Bewährungsprobe im neuen Jahr gingen die Jugendlichen und Erwachsenen des TV Blau-Gelb 90 Bad Düben beim 55. Meißner Hallenturnfest an die Geräte. Es war der erste Test auf dem Weg zur Landesmeisterschaft Mitte Mai in Chemnitz und sollte für das bevorstehende Wintercamp im Sportpark Rabenberg die nächsten Trainingsschritte liefern. Das Fazit des Wettkampfes lautete: Noch Spielraum nach oben. Die 14-jährige Kim Stein hatte sich viel vorgenommen. Sie trainiert bereits seit einigen Monaten die neue Kürklasse drei. Eine höher als sie bisher turnte. In Meißen ging sie jedoch noch in der KM4 an den Start. "Wir haben die Elemente reingenommen, die schon recht gut klappen und alles gestrichen was noch nicht richtig funktioniert", sagte die Turnerin. Doch die Unsicherheiten blieben. Obwohl die Angangskippe am Stufenbarren gelang, gab es einige Unsicherheiten während der Kür. Die zeigten sich auch am Balken. Denn Kim musste bei der Rolle vorwärts unfreiwillig vom Gerät und kassierte dafür einen Punkt Abzug von den Kampfrichtern. Sehenswert war die neue Bodenübung zu argentinischer Gitarrenmusik. Doch auch hier sehen die Trainer noch deutlichen Spielraum nach oben. Nur am abschließenden Sprung konnte Kim an ihre gewohnten Leistungen anknüpfen. Im Gesamtklassement landete die Gymnasiastin mit 47,65 Punkten auf Platz 16. Bei den Erwachsenen der KM3 liebäugelten die Trainer mit einstelligen Endplatzierungen. Doch die sonst so sicher turnenden Frauen zeigten ungewohnte Schwächen. Stürze am Balken und Sprung durch Christina Handke sowie von Lisa Heinicke am Balken verhinderten ein deutlich besseres Abschneiden. "Ich bin am Balken zweimal runter. Das sind zwei Punkte die fehlen. Dazu kommen noch die Abzüge für die Kombination, die durch einen Sturz fehlten. Wenn einmal der Wurm drinnen ist, dann ist der drin", konstatierte Lisa Heinicke. Lediglich am Sprung und Stufenbarren zeigte die KM2-Sachsenmeisterin vom vergangenen Jahr ihre gewohnten Stärken. Als wenn sich Lisa Dörr von den Unsicherheiten ihrer Mannschaftskameradinnen anstecken ließ, patzte die 23-Jährige am Sprung und Stufenbarren. Und das mit Folgen. Eigentlich war beim Kampfgericht vorm Sprung ein Überschlag mit zwei halben Schrauben angezeigt worden. Doch aus unbekannten Gründen sprang Lisa nur zwei Überschläge. Dementsprechend musste der Ausgangswert heruntergestuft werden und es gab nur 11,85 Punkte. Der eigentlich geplante Sprung hätte einen halben Punkt mehr Ausgangswert bedeutet und am Ende eine bessere Platzierung. "Ich könnt mich in den Po beißen. Eigentlich wollte ich es besonders gut machen. Deswegen wohl der Blackout", suchte die junge Frau nach Gründen. Am Ende belegte Lisa Dörr mit 47,65 Punkten den zehnten Platz. Ihre Vereinskameradinnen Lisa Heinicke wurde mit 44,85 Punkten 22. und Christina Handke mit 43,95 Punkten 27.. Bei den Männern turnte Christopher Lingner. Doch auch Christopher musste diesmal einen kleinen Rückschlag hinnehmen. Seine Leistungen reichten nur für das untere Mittelfeld. "Ich muss mehr Grundlagen wie Kraft und Ausdauer trainieren. Dann klappt es wieder. Bloß gut, dass jetzt die Trainingswoche auf dem Rabenberg kommt. Dann kann ich mich voll auf die Elemente konzentrieren und den Meißner Wettkampf vergessen", sagte der Achtklässler. Seine 62,85 Punkte reichten für Rang 25.
Eine Bildergalerie zeigt zwölf Fotos vom Hallenturnfest: Galerie 2012 "Meißner Hallenturnfest".
Turnerinnen bei Europas größter Turnshow auf der Bühne
Mit der Rocky-Horror-Picture-Show präsentierten sich die Bad Dübener beim Feuerwerk der Turnkunst.
Leipzig. Ein beeindruckendes Finale gab es am Dienstagabend beim "Feuerwerk der Turnkunst - Best of 25 Years" in der Arena Leipzig. Zum runden Geburtstag wurde von den Geräteakrobaten nur das Beste aufgetischt. Mit 4000 Zuschauern war die Halle nahezu ausverkauft. Fast vier Wochen war das Ensemble auf Tournee quer durch Deutschland und lief zum großen Finale in der Messestadt noch einmal zu Höchstform auf. Als regionale Gruppe durften zu Beginn der Show 17 Landesligaturnerinnen des TV Blau-Gelb 90 Bad Düben das Publikum auf das Spektakel einstimmen. Schon Stunden bevor der Vorhang fiel, erlebten die Blau-Gelben das Drumherum von Europas größter Turnshow hinter den Kulissen. "Wir waren Backstage und konnten so sehen, wie sich die anderen internationalen Künstler auf so eine Show vorbereiten. Das tollste war aber, dass wir an diesem Abend mit zum Ensemble gehörten", erzählte Michelle Wünsch. Doch bevor es ernst wurde, musste zur Probe angetreten werden. Unter den strengen Augen von Regisseurin Heidi Aguilar wurden Bodenfläche, Aufstellung und Raumwege getestet. "Ihr habt das Drauf. Alles wird klappen", beruhigte Aguilar die aufgeregten Bad Dübener vor ihrem großen Auftritt. Nach der Probe wurde gestylt, geschminkt und die Kostüme angezogen. Dann war es soweit. Punkt 19 Uhr lief die musikalische Eröffnungszeremonie über die Lautsprecher. Im Glitzer der Scheinwerfer nahmen die Blau-Gelben ihre Plätze auf der Arena-Showfläche ein und los ging es. Angefeuert vom 120-köpfigen Bad Dübener Fanblock, tanzten die jungen Damen zur Musik der Rocky-Horror-Picture-Show. Nach gut drei Minuten hallte tosender Applaus auf. Der Lohn für eine gelungene Darbietung. Mit einer Verbeugung verabschiedeten sich die Bad Dübener vom Publikum und verschwanden hinter der Bühne. "Das war gigantisch", jubelte Kim Stein und nahm wie die anderen Akteure auf den Zuschauerrängen Platz, um sich die Show bis zum Ende anzuschauen. Zum großen Finale durften dann die Kurstädter mit allen anderen internationalen Sportstars nochmal in die Mitte der Arena um die Standing-Ovations der Zuschauer zu genießen. Deutschlandweit hatten seit dem 28. Dezember über 170 000 Besucher das Spektakel gesehen. Fantastisch waren Muskelspiele, Lichteffekte, musikalische und komische Einlagen. Ob die pannenreiche Horror-Show der D`Holmikers aus der Schweiz, die skurrilen Übungen von Schwäbin Rosemie samt Pantomimen Herrn Niels, Sportgymnastik für Männer made in Japan, ein geniales Trio Bellissimo bis zum artistischen Feuerwerk der Alexis Brothers.
Eine Bildergalerie zeigt 15 Fotos vom Turnspektakel: Galerie 2012 "Feuerwerk der Turnkunst".
Michelle Wünsch gewinnt Goldene Erdachse
Michelle Wünsch gewinnt das 30. Pokalturnen um die Goldene Erdachse in Pausa.
Pausa. Tradition verpflichtet. Und so reiste eine kleine Turndelegation am 21. Januar zum Pokalturnen um die Goldene Erdachse ins verschneite vogtländische Pausa. Und dort zeigten die Blau-Gelben, dass sie zu Jahresbeginn schon eine gute Form besitzen. Allen voran bewies das einmal mehr Michelle Wünsch. Mit zwei Jahren Landesligaerfahrung ausgestattet zeigte die Zehnjährige, das sie nichts an ihrer Leistungsstabilität eingebüßt hat. Schon am Auftaktgerät Sprung machte sie ihrer starken Konkurrenz vom SV Lok Zwickau klar, das der Sieg an diesem Tag nur über sie gehen wird. Für ihren Überschlag mit halber Schraube kassierte Michelle 13,70 Punkte. Auch am Stufenbarren wurde die kleine Bad Dübenerin ihrer Rolle gerecht und deklassierte ihre Mitstreiter um viele Zehntel. "Ich stelle gerade meine Übung am Stufenbarren um. Habe in den vergangenen Trainingstagen schon den Langhangsalto in meine Übung aufgenommen. Doch heute wollte ich noch einmal auf Nummer sicher gehen und habe nur meinen Aufgrätsch-Unterschwung-Abgang gezeigt", sagte die Turnerin. Wie auf Schienen und ohne jeglichen Wackler turnte sie anschließend über den nur zehn Zentimeter breiten Balken und erhielt dafür 12,40 Punkte, fast einen Punkt mehr als die Nächstplatzierte. Bereits vor dem letzten Gerät Boden war klar, das der Sieg ihr nicht mehr zu nehmen war. Auf nur zwölf mal vier Meter, üblich sind eigentlich zwölf mal zwölf Meter Bodenfläche zeigte die Zehnjährige zum letzten mal ihre alte Bodenkür zum Soundtrack von Schnappi, das kleine Krokodil. "Meine neue Übung ist bereits fertig choreografiert. Dann habe ich die Musik von Wickie und die starken Männer", freut sich Michelle auf die Neuerung. Am Ende strahlte Michelle auf dem Siegerpodest ganz oben. 50,00 Punkte stehen in der Ergebnisliste für die Bad Dübenerin. So viel hatte sie bisher noch nie geschafft. Auch Michelles Zwillingsschwester Josefine freute sich für den Sieg mit. Sie turnte in der AK 10/11 Pflicht und landete mit 31,40 Punkten auf Platz neun. "Zuviele Abzüge am Balken und Reck. Sonst wäre ich einige Plätze besser gewesen", schätzte Josefine nach der Siegerehrung ein. Ihre Vereinskameradinnen Pauline Heßler kam mit 30,05 Zählern auf Platz zehn und Vivien Wellandt mit 29,40 Punkten auf Platz zwölf.
Laufend ins neue Jahr
Traditionell ludt der Turnverein am ersten Tag des neuen Jahres zum
Neujahrslauf in den Kurpark ein.
Bad Düben. Sportlich vollzog am Nachmittag des Neujahrstages der Bad Dübener Turnverein Blau-Gelb 90 den Start ins neue Jahr. Zum 13. Mal luden die Organisatoren zum Neujahrslauf in den Kurpark ein. Punkt 15 Uhr hallte der Startschuss durch den Kurpark. 21 Läufer und Walker bewegten sich über die Startlinie am Kurhaus und begaben sich auf die 1,4 kilometerlange Runde quer durch den Stadtpark. Auch vier Walker aus Authausen setzten ihre guten Vorsätze für das neue Jahr sofort in die Tat um. "Wir kommen gern zu den kleinen Läufen nach Bad Düben. Die Atmosphäre ist familiär und es geht nicht auf Zeit. Jeder kann sein eigenes Tempo gestalten. Je nach Kraft und Kondition", sagte Reiner Kunze. Auch die Läufer lassen es an diesem Tag eher gemütlich angehen. Nur Simone Kanitz aus Pristäblich legte eine flotte Sohle vor und lief vor der großen Gruppe. "Ich bin gerade aus Mühlhausen zurück. Habe dort Silvester gefeiert. Und deswegen konnte ich nicht beim Bad Dübener Silvesterlauf an den Start gehen. Deswegen drücke ich heute etwas mehr auf das Tempo", sagte die Läuferin. Gemütlich und beim Plausch über die vergangene Silvesterfeier ließen es die übrigen Läufer ruhig angehen. In der Gruppe beendete man nach einer halben Stunden den sportlichen Jahresauftakt.
