Mediclin-Waldkrankenhaus und ehemaliger Chefarzt kümmern sich um erfolgreiche Geräteakrobatin

BehandlungProfessor Christian Melzer kümmert sich um die Behandlung von Turnerin Josie Eckenigk.

Bad Düben. Das Mediclin Waldkrankenhaus kümmert sich seit vielen Jahren auch um die Behandlung von Sportlern aus dem In- und Ausland. Schon zu DDR-Zeiten genoss die Klinik Weltruf bei den Athleten. 1975 wurde die Einrichtung zum Fachkrankenhaus für Orthopädie. Unter der Leitung des damaligen Chefarztes Dieter Jungmichel wurden über 250 Europameister sowie 150 Weltmeister und Olympiasieger erfolgreich behandelt. Darunter deutschlands erfolgreichste Eiskunstläuferin Katharina Witt und der Turn-Olympiasieger Klaus Köste. Auch heute kümmert sich das Waldkrankenhaus um Sportler. Darunter auch die Turn-Asse des TV Blau-Gelb 90 Bad Düben, in deren Reihen sich nicht nur mehrfache Bezirks- und Landesmeister sowie Teilnehmer von deutschen Meisterschaften befinden. Aktuell befindet sich die 18-jährige Turnerin Josie Eckenigk in Behandlung. Dabei kümmert sich nicht nur die Dübener Klinik um Chefärztin Jacqueline Repmann um die Geräteakrobin, sondern auch der ehemalige Chefarzt, Professor Christian Melzer, um die Behandlung der Sportlerin. "Ich habe schon lange Schmerzen im linken Fußgelenk. Mein Trainer hat sich das eine Weile angeschaut und jetzt alles veranlasst, das wir das in den Griff bekommen. Im Waldkrankenhaus wurde ich von Frau Repmann untersucht, geröntgt und es wurde ein MRT von meinem Fuß gemacht", schilderte Eckenigk. Kurze Zeit später landete sie bei Christian Melzer, der in Leipzig eine Orthopädische und Unfallchirurgische Privatpraxis betreibt. Dort führte der ehemalige Bad Dübener Klinikchef eine sogenannte MBST-Kernspinresonanztherapie durch. Dabei handelt es sich um ein Verfahren, das bei schmerzhaften Veränderungen des Stütz- und Bewegungsapparates eingesetzt werden kann. Ziel dieser Behandlung ist es, gestörte Funktionen und Zellen, als Ursache der Erkrankung, derart zu beeinflussen, das Stoffwechselprozesse im Körper aktiviert und somit regenerative Prozesse ausgelöst werden. "Josie hat einige Mikrofrakturen im Fußgelenk, die sich mit dieser Methode sehr gut behandeln lassen. Dadurch wird die Regeneration deutlich verkürzt. Was sonst über ein Jahr gedauert hätte, ist in der Regel einem Vierteljahr wieder in Ordnung", so Melzer. Unterstützung bekommen Melzer und die Turnerin von dem Unternehmen Med-Tec Medizintechnik GmbH aus Wetzlar, die die Behandlungskosten der Kernspinresonanztherapie für die Turnerin übernehmen, da diese von der gesetzliche Krankenversicherung nicht bezahlt werden.

Der TV Blau-Gelb 90 Bad Düben bedankt sich beim Mediclin-Waldkrankenhaus und deren Chefärztin Jacqueline Repmann, bei Professor Christian Melzer und bei dem Unternehmen Med-Tec Medizintechnik GmbH aus Wetzlar, die die kostenlose Behandlung von Josie übernommen haben.

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Bad Dübener Laufgruppe beim 17. Darß-Marathon am Start

SiegerpodestDie Laufgruppe des TV90 startet beim 17. Darß-Lauf.

Wiek. Erst im September fand die 16. Auflage des beliebten Darß-Laufes an der Ostsee statt. Jetzt kehrte die Laufveranstaltung an ihren alten Stammplatz im April zurück. Und so machten sich wieder 15 Läuferinnen, Läufer und Walker und genauso viel Schlachtenbummler von der Lauf- und Walkinggruppe des TV Blau-Gelb 90 Bad Düben erneut auf den Weg an die Ostsee. "Der Lauf ist so toll. Und die Natur unbeschreiblich. Deswegen sind wir hier immer wieder gerne am Start", freute sich Simone Kanitz auf den Halbmarathon. Mit über 1100 weiteren Teilnehmern absolvierten die Kurstädter, bei recht frischen fünf Grad über null und einer starken Brise, eine der schönsten Laufstrecken der Republik im Naturschutzgebiet Vorpommersche Boddenlandschaft. Die führte vorbei am schier endlosen Boddenufer zwischen Born und Wieck, durch den Darßer Urwelt bei Prerow und der Steilküste von Ahrenshoop. Den Anfang machte eine der Jüngsten. Johanna Kühnel startete beim Kinderlauf über 1150 Meter. Nach 6:58 min. rannte Johanna als Siebende der Altersklasse U10 ins Ziel. Gleich sechs Läuferinnen und Läufer machten sich auf die Strecke des 10-Kilometerrennens. Als Erster kehrte von den Bad Dübenern nach 58:15 Minuten Olaf Prautzsch zurück. Er wurde 15. in der M50. Weitere ergebnisse: Matthias Kühnel 1:02,17 h (17. M45), Andre Dietrich 1:04,53 h (23. M45), Christiane Kühnel 1:02,18 h (8. W45), Grit Schlaak 1:02,23 h (10. W45), Tina Jungchen 1:04,56 h (22. W40). Eine Tag später gingen die Halbmarathonläufer und Walker auf die Strecke. Schien einen Tag zuvor noch die Sonne, präsentierte sich Petrus diesmal recht windig und blies den Läufern ordentlich von vorn ins Gesicht. "Die gefühlten Temperaturen lagen bei etwa drei Grad über null. Das war schon recht kalt. Trotzdem hat es wieder Spaß gemacht", sagte Christiane Freudenthal. Als erster der Bad Dübener war Steffen Brost zurück im Ziel. Als 28. in der M50 brauchte er für die 21,1 Kilometer 1:51,38 h. Ihm folgten Simone Kanitz 2:12,40 h (18.W55), Petra Rücker 2:17,22 h (22. W55), Christiane Freudenthal 2:22,27 h (29 .W55), Manuela Klemm 2:33,11 h (32.W45), Carola Rabe 2:36,13 h (17. W60), Die beiden Walker Ullrich Bresch und Stefan Eichelkraut schafften die Distanz in 3:18,01 h und und belegten die Plätze sechs in der M65 und eins in der M70. Jetzt haben die Blau-Gelben die nächsten Läufe im Blick. Am 8. Mai starten und walken sie beim Goitzsche-Lauf in Bitterfeld, am 26. Juni beim Sachsentrail im Erzgebirge und im Oktober beim Mallorca-Halbmarathon. Wer Lust hat, sich der Bad Dübener Lauf- und Walkinggruppe anzuschließen, kann das immer dienstags um 18 Uhr am Bad Dübener Froschbrunnen oder sonntags 10.30 Uhr am Parkplatz Obermühle tun.

Schaut Euch 13 Bilder des 17. Darß-Lauf an.

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Aus "Lauf geht's" wird "Lauf Jetzt" - Laufprojekt startet ab Mai auch wieder in Bad Düben

Lauf jetztZum Vergrößern anklicken.

Bad Düben. Aus "Lauf geht's!" wird in diesem Jahr "Lauf Jetzt!". Schwerpunkt des Projektes ist es Nicht- oder Gelegenheitsläufer und -walker binnen eines halben Jahres so zu trainieren, das sie im Oktober ohne Probleme den Leipziger Halbmarathon schaffen. Coronabedingt musste das Projekt zwei Jahre pausieren. Jetzt kommt unter neuem Name wieder Schwung. Und eigentlich sollte es 2022 nur in Leipzig stattfinden. Doch Organisator Jörg Matthe vom Leipziger Laufladen hat sich entschlossen, das Projekt ab Mai auch wieder in Bad Düben zu starten. "Mediclin Bad Düben ist seit unserem ersten Projekt vor vier Jahren mit an Bord. Ursprünglich sollte in diesem Jahr nur in Leipzig gelaufen werden. Es kam der Wunsch, das auch in Bad Düben wieder gelaufen und gewalkt wird. Da sich auch der ausführende Verein, der TV Blau-Gelb 90 Bad Düben mit seinen Trainern für Laufen und Walken bereit erklärt hat wieder mitzumachen, wurde entschieden, das Projekt nach 2019 und 2020 zum dritten Mal in der Kurstadt anzubieten. Die Anmeldungen laufen. Ab Mai soll dort gestartet werden", sagte Matthe. "Lauf Jetzt!" ist ein regelmäßiges, geführtes Training, welches sich sowohl an Anfänger als auch Wiedereinsteiger richtet. Es ist die perfekte Möglichkeit, in Zeiten von Home Office und Bewegungsmangel sportlich aktiv zu werden. Ein halbes Jahr haben die Trainer Zeit um alle Teilnehmer langsam und bedächtig an das Lauftraining heran zu führen. Dabei geht es nicht um Geschwindigkeit sondern nach Herzfrequenz und Wohlbefinden. "Wir machen keine Kilometervorgaben. Die Trainingsdauer steigert sich von Woche zu Woche. Dabei ist es völlig egal, wie weit man läuft. Wichtig ist, dass jeder in einem Pulsbereich läufst, indem man sich noch wohl fühlt, nicht völlig aus der Puste kommt und man sich auch noch unterhalten kann. Gemeinsam starten wir dann am 16.Oktober beim Halbmarathon in Leipzig, der bereits in dem zu buchenden Starterpaket zum vergünstigten Preis enthalten ist", so Matthe weiter. Der Bad Dübener Turnverein hat bei bereits mit zwei Teilnahmen genug Erfahrungen auf diesem Gebiet. Denn aus dem ersten Projekt 2019 ist eine fast 30-köpfige Vereinslaufgruppe geworden, die mittlerweile überall in Deutschland und Europa bei Läufen und Walkingwettbewerben teilnimmt. "Das war schon toll. Nach dem Auftakt vor drei Jahren und dem erfolgreichen absolvieren des Leipziger Halbmarathons, wollten die meisten am Ball bleiben und weitermachen. Und so sind nahezu alle Akteure in unseren Verein gewechselt und sind seitdem entsprechend ihres Niveaus aktiv. Einige sind beim walken geblieben, andere haben mit fünf und zehn Kilometerstrecken ihre Freude und ein paar ganz sportliche haben bereits etliche Halbmarathons oder komplette Marathon absolviert", so Bad Dübens Laufchef Ullrich Bresch. Anmelden kann man sich für das Projekt unter www.lauf-jetzt.de. Wer noch Fragen hat, bekommt Auskunft unter 0341-225 20 83.

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Acht Blau-Gelbe turnen sich ins Sachsenfinale

SiegerpodestAnna Mannke gewann in der Lk2 AK 16/17. Levke Strein wurde Vierte.

Bad Düben. Acht Turnerinnen des TV Blau-Gelb 90 Bad Düben lösten bei den Bezirksmeisterschaften in Leipzig die Qualifikationstickets für die Turn-Sachsenmeisterschaften am 21. Mai in Chemnitz. Annika Sachse, Fabiane Runzer, Rieke Stein, Leonie Nannt, Neele Nenitschka, Anna Mannke, Levke Stein und Josie Eckenigk wollen sich beim Sachsenfinale dann in Topform präsentieren und um die eine oder andere Medaille mitturnen. Es war der Tag der Anna Mannke. Die 16-jährige hatte sich intensiv auf die Meisterschaft vorbereitet. Sie legte los wie die Feuerwehr. Turnte mit 13,95 Punkte gleich einen Höchstwert am Boden. Es folgten gute Sprünge und eine ordentliche Stufenbarrenkür, ehe Anna am Balken die ganz große Nummer auspackte. Nahezu fehlerlos und ohne Wackler turnte sie ihre Kür über den zehn Zentimeter breiten und fünf Meter langen Balken und stellte den Abgang sicher auf die Matte. Der Lohn waren 14,35 Punkte und am Ende der unangefochtene Sieg mit 52,40 Punkten in der Leistungsklasse (Lk) 2 der Altersklasse 16/17. Ihre Vereinskameradin Levke Stein turnte das erste mal in dieser Klasse und belegte mit 46,80 Punkten den 4.Platz. "Anna hat sehr gut geturnt. Wenn sie das noch einmal in Chemnitz wiederholt, ist auf jeden Fall eine Medaille drin", sagte Bad Dübens Kampfrichterin Anke Heinicke. In der Lk 2 bei den 18-29-Jährigen hatte Josie Eckenigk mit einer schon länger andauernden Fußverletzung zu kämpfen. "Ich laboriere da schon eine ganze Weile. Mal ist es besser, dann plötzlich wieder nicht. Heute war so ein Tag, da war es wieder schlimm", erzählte die 18-Jährige. Deswegen entschied ihr Trainer nur an einem Gerät zu turnen. Denn aufgrund des kleinen Starterfeldes war Josie dann ohnehin für das Landesfinale qualifiziert. Und so schwang sich der Teenager über den Stufenbarren und löste das Finalticket. Trotz zweier unnfreiwilliger Abgänge am Balken konnten sich Leonie Nannt in der Lk3 Ak 14/15 gut ins Szene setzen. Mit 50,60 Punkten gewann sie Gold in ihrer Altersklasse. Mit 48,50 Punkten landete Rieke Stein auf Platz vier. Ebenso wie Vereinskameradin Neele Nenitschka, die sich am Balken auch zwei Stürze leistete und so eine sichere Medaille aus der Hand nehmen ließ. Neele wurde mit 45,95 Punkten Vierte in der Lk3 AK 16/17. Eine Überraschung gab es bei den Lk3-Neulingen Fabiane Rubner und Annika Sachse. Für beide war es der erste große Wettkampf in dieser Klasse. Das Duo schlug sich wacker durch und bekam bei der Siegerehrung den Lohn. Annika gewann mit 47,45 Punkten Silber und Fabiane wurde mit 46,40 Punkten Vierte. Einen Tag später gingen die Turnerinnen der Leistungsklassen 4 an die Geräte. Bei den Jüngsten der Altersklasse bis 11 Jahre war es der Tag der Bad Dübener. Betty Sehmisch, Charlotte Blaas und Emma Köckeritz belegten die Plätze zwei bis vier. Jasmin Schmidt wurde zwölfte., Eine Altersklasse höher konnte sich TV90-Neilung Emily Janssen bei ihrem ersten Turnwettkampf gut präsentieren. Sie wurde mit 47,60 Punkten Fünfte. Und zu guter letzt schaffte es Jara Smykalla in der Altersklasse 14/15 auch noch auf das Treppchen. Nach solider Kür landete sie mit 48,00 Punkten auf dem Silberplatz. "Bis zur Sachsenmeisterschaft muss jetzt noch zielstrebig trainiert werden. Denn dort ist die Qualität noch ein bisschen höher. Wenn wir auf dem Treppchen stehen wollen, müssen rund 50 Punkte her", weiß Anke Heinicke aus Erfahrung.

Schaut Euch 53 Bilder der Turn-Bezirksmeisterschaft Leipzig 2022 an.

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172. Stundenlauf bei frostigen Graden

Auf der StreckeZum 172. Mal machten sich die Stundenläufer auf die Strecke.

Bad Düben. Zum 172. Mal startete der Bad Dübener TV Blau-Gelb 90 seinen Stundenlauf. 21 Läuferinnen, Läufer sowie eine handvoll Walker gingen im Kurpark der Stadt auf die 1,4 kilometerlange Runde. Bei Temperaturen um die Nullgradgrenze setzte sich der Bad Dübener Matthias Rothe gleich vom Start weg an die Spitze des Feldes und drehte einsam seine Runden. Im Abstand folgten Sven Reuter (Tri-Sport Wurzen) und Frank Weimann vom Gastgeber TV90. Kontinuierliche baute Rothe während der 60 Minuten seinen Vorsprung aus und siegte am Ende mit 14 700 m. Auf die Plätze liefen Sven Reuter (12 000 m) und Frank Weimann (11 200 m). Bei den Frauen war Simone Thurecht (Tri-Sport Wurzen) die Beste. Sie lief 11 200 m. Ihr folgten Simone Kanitz mit 10 100 und Grit Schlaak (beide TV90) mit 10 000 m. Der schnellste Walker war Ullrich Bresch. Er ging 7000 Meter. Für die Bad Dübener Laufgruppe geht es jetzt in die heiße Vorbereitungsphase für den Darß-Lauf in zwei Wochen an der Ostsee. 20 Teilnehmer haben sich in die Startlisten des zehn Kilometerrennens sowie für den Halbmarathon eingetragen. "Wir fahren dort seit einigen Jahren hin. Es ist eine toller Ausflug, wo auch zum Teil die Familien unserer Läufer mitkommen. Nach dem Darß wartet im Juni der Sachsentrail im Erzgebirge und im Oktober eine Reise zum Mallorca-Halbmarathon", kündigte Ullrich Bresch von der Laufgruppe an.

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Turnverein hilft Ukrainischen Familien

MöbeltransportRund 20 Helfer vom Turnverein organisieren den Möbeltransport.

Bad Düben. Der TV Blau-Gelb 90 Bad Düben hat jetzt die ersten drei Wohnungen für die vom Krieg geflüchteteten Menschen in Bad Düben eingerichtet. Etwa 20 kleine und große Helfer übernahmen den Möbeltransport und richteten die einzelnen Wohnungen in der Ritterstraße ein. Eine kleine Herausforderungen waren die vielen Ikea-Möbel, die zusammengebaut werden mussten. Nächste Woche sollen dann auch die letzten Schränke fertig stehen und die Wohnungen einzugsbereit sein. Vielen Dank an alle Helfer, Trainer, Turnerinnen, André Stumpp und seinem Kumpel Robert sowie André Reichenbach, Jens Garbrecht und Tobias Körner, Kerstin Engel, Evelin Cedel, den Familien Stein und Wolf, dem Guten Blumengeist für die Grünpflanzen, Fa. Kühne für den Anhänger und den ukrainischen Frauen, die leckere Warenikis gekocht haben.

...die Leipziger Volkszeitung berichtete über unsere Aktion:

Ukraine-Flüchtlinge: Bad Dübener Turner richten erste Wohnungen ein

Am 6. März trafen im nordsächsischen Bad Düben die ersten von derzeit rund 90 Flüchtlingen aus der Ukraine ein. Darunter eine neunköpfige Familie. Bisher kamen sie in der Ferienwohnung von Madlen Spengler und ihrer Tochter Nicole Großmann unter. Das soll sich jetzt ändern. Dabei kann die Familie sogar weitgehend zusammenbleiben. Rosa kommt in die erste Etage, blau und grün in die beiden anderen. Die Möbel auf den zwei Transportern sind mit Punkten farblich gekennzeichnet. Alle wissen, wohin sie die gespendeten Betten, Tische, Stühle und Kisten mit Möbeln, die noch zusammengebaut werden, bringen müssen. Am Samstagmorgen haben rund 20 kleine und große Helfer vom Turnverein Blau-Gelb 90 Bad Düben im Körbitzweg alles aufgeladen. Jetzt sind sie dabei, die ersten drei von acht vorbereiteten Wohnungen für ukrainische Flüchtlinge einzurichten. Cenia, Alona und die anderen sind zu diesem Zeitpunkt noch in der Ferienwohnung der Familie Spengler in der Baderstraße. Am 6. März hat die neunköpfige Familie nach ihrer mehrtägigen Flucht aus der Nähe von Kiew in Bad Düben eine vorläufige Bleibe gefunden (lvz.de).
So wie mittlerweile rund 80 weitere Flüchtlinge, vorrangig Kinder und Frauen. Auch sie sind in Ferienwohnungen oder privat untergekommen. Nach und nach werden sie jetzt in Wohnungen ziehen, um ein weitgehend eigenständiges Leben führen zu können. Für die neun – Oma Valentina (68) ist die Älteste, Ur-Enkelin Liza (7) die Jüngste – wird dies nun in drei Wohnungen in der Ritterstraße so sein. Wie lange, weiß niemand. Jetzt stehen sie auf dem kleinen Innenhof. Tatjana Koslov ist schon da. In den letzten Tagen hat sie Familien wie diese als Übersetzerin begleitet, zur Bank, ins Landratsamt nach Delitzsch, Vita, die krank ist, zum Arzt. Kira und Jewa, die 13-jährigen Zwillinge, gehen seit Kurzem auf die Oberschule. Liza lernt in der Heide-Grundschule. Nachmittags turnt sie beim TV. Ihren ersten Wettkampf hat sie schon absolviert (lvz.de).
"Platz 6", erzählt Vereins-Chef Steffen Brost stolz. Ganz wichtig zunächst für alle ist – Deutsch lernen. Auch für die Erwachsenen gibt es zweimal die Woche Kurse. "Ich wohne in Bad Düben", sagt Cenia in der für sie noch fremden Sprache und strahlt. Bürgermeisterin Astrid Münster ist da: "Wie geht es Ihnen?" Die Frauen lächeln: "Super", antworten sie. Man spürt aber, ihre Gedanken sind bei den Männern, Söhnen und Vätern, die ihre Heimat verteidigen. Sie seien soweit o.k, sagen sie. Vor der Einfahrt haben zwei Transporter gehalten. Wie aus dem Nichts sind plötzlich ganz viele Leute da. Christin Anders und Kathrin Listemann von der Stadtverwaltung weisen die Helferinnen und Helfer ein. Alle packen an, tragen die gespendeten Möbel hoch. Wencke Stein vom Vereins-Vorstand und Trainerin Kerstin Engel schnaufen kurz durch. Zu helfen sei für alle selbstverständlich, erzählen sie und ihnen ist anzumerken, wie sehr sie das Schicksal der Menschen bewegt. Auch die Turnmädels Levke, Nele und Rieke sind da. Väter wie Daniel Wolff packen ebenso mit an, er habe auch schon beim Reservistenverband angerufen, was er tun könne. Jens Garbrecht hat mittlerweile den Fernseher angeschlossen. Vertraute Klänge sind zu hören. Sponge Bob in ukrainischer Sprache. Ein bisschen Ablenkung für Liza und die anderen. "Eat, eat", winken die Frauen die Helfer heran. Sie haben Borschtsch, eine Suppe aus Roter Beete und Weißkohl, und Wareniki, das sind gefüllte, halbmondförmige Teigtaschen, gekocht. Eine kleine Stärkung, dann wird weiter gerückt, aufgestellt und gebaut. Erst am späten Nachmittag ist Schluss. Das Montieren der Ikea-Möbel ist zeitaufwändiger als gedacht. Am Dienstag werden die Helfer die restlichen Teile zusammenbauen. Der Elektriker muss noch kommen, in einer der Wohnungen fehlt die Einbauküche. "Mittwoch oder Donnerstag können sie aber hier schon einziehen", sagt Astrid Münster. Mutter Cenia, die Juristin, schaut immer noch etwas ungläubig: "All the People. Danke." In den nächsten Tagen wollen Feuerwehr, Stadtrat, Bundespolizei, SV Bad Düben weitere Wohnungen einrichten. 20 werden zunächst gebraucht, 20 weitere werden es wohl werden.

Quelle: Kathrin Kabelitz (LVZ)

Schaut Euch 14 Bilder des Umzugs und der Wohnungseinrichtung an.

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Lisa und Eva kommen aus der Ukraine und turnen jetzt beim Bad Dübener Turnverein

Unsere neuen TurnerinnenDie beiden siebenjährigen Mädchen Lisa Nadtochii (rotes Dress) und Eva Iwaschenko (schwarzes Dress) wurden herzlich beim Bad Dübener Turnverein Blau-Gelb 90 aufgenommen. Im Verein fanden sie schnell Freunde.

Bad Düben. Es wird herumgealbert, es wird gelacht. Die Stimmung ist toll. Es ist Turntraining beim TV Blau-Gelb 90 Bad Düben. Auch Lisa Nadtochii und Eva Iwaschenko haben viel Spaß. Doch die beiden Mädchen sprechen nicht die selber Sprache wie ihre gleichaltrigen Sportkameradinnen. Denn die Siebenjährigen kommen aus der Ukraine. Sie mussten vor dem Krieg mit ihren Geschwistern und Familien flüchten. Seit drei Wochen sind sie in Bad Düben und versuchen das Erlebte zu verarbeiten. Vor zwei Wochen sind die Mädchen auch im Turnverein angekommen. "Wir haben gleich am Anfang, als die ersten Ukrainer in Bad Düben ankamen, mit der Stadt Kontakt aufgenommen und unsere Hilfe angeboten. Das wurde schnell umgesetzt und die Kinder in den Turnverein integriert", sagte Wencke Stein vom Vorstand. Auch der Zufall spielte mit. Eine Bad Dübener Turnfamilie, deren Kinder schon seit einiger Zeit im Verein trainieren, hat eine Mutti mit ihren zwei Mädchen aus der Ukraine aufgenommen. "Eva, ihre Schwester sowie die Mama wohnen seit zwei Wochen bei uns. Meine beiden gleichaltrigen Zwillingen Hannah und Thea sind schon seit einiger Zeit im Turnverein. Auch die kleine Eva hat in ihrer Heimatstadt geturnt. Und wir haben sie gleich mit zum Sport geschickt. Dort wurde sie ganz herzlich aufgenommen", sagte Mutti Christina Ende. Auch Lisa ist sieben Jahre alt. Mit ihrer Mama Alhona wohnt sie jetzt auch in der Kurstadt. Vorübergehend in einer Ferienwohnung in der Baderstraße. Lisa lebte in dem kleinen Örtchen Jagotin bei Kiew. Eva kommt dagegen aus der Nähe von Odessa. "Eva und ihre Familie sind geflohen, als eine der ersten Bomben in der Region einschlugen", erzählte Christina Ende. Während Eva und ihre Familie bei den Stumpp's gut aufgehoben sind, hat der TV Blau-Gelb 90 jetzt die Patenschaft für Lisa und ihre Familie übernommen und unterstützt sie am kommenden Wochenende beim Umzug in eine neue Wohnung in der Ritterstraße. "Das sind insgesamt neun Leute die in drei Wohnungen verteilt sind. Das ist alles Familie von Lisa. Wir statten die Wohnung von Lisa und ihrer Mama mit Möbelspenden aus und räumen auch alles ein", so Wencke Stein weiter. Derweil fühlen sich die beiden Mädchen sichtlich wohl bei ihren neuen Turnkameradinnen in der Kurstadt. "Die Kinder verstehen sich mit Blicken und Gesten. Ansonsten helfen wir uns mit Online-Übersetzern", erzählte Wencke Stein. Nach einer Woche Training nahm Lisa Nadtochii gleich an ihrem ersten Wettkampf teil. Beim Heidecup am Wochenende in Bad Düben schlug sie sich recht wacker und belegte den 6. Platz. "Lisa und Eva sind so aufmerksam und willig was zu lernen. Die hatten in Nullkommanix die Übungen an Reck, Boden, Balken und Sprung auswendig gelernt und sind dann beim Wettkampf mit angetreten", sagte Stein.

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Großes Lampenfieber bei den "neuen" und "alten" Hasen

17. Turn-Heide-Cup in Bad Düben gestartet / 58 Turnerinnen gehen an die Geräte

Die JüngstenDie Jüngsten mit ihren gewonnen Urkunden und Preisen.

Bad Düben. Klein aber fein war der Auftakt zum diesjährigen Turn-Heidecup in der Kurstadt. 55 Turnerinnen des TV Blau-Gelb 90 Bad Düben sowie eine dreiköpfige Abordnung der SG Döllnitztal Mügeln gingen beim Auftaktwettkampf zum 17. Heidecup an die Geräte. In den vergangenen zwei Jahren gab es coronabedingt immer nur einen statt der drei gewohnten Wertungswettkämpfe. Das soll in diesem Jahr aber wieder anders werden und wie zu Vorcoronazeiten mit insgesamt drei Wettkämpfen stattfinden.. "Alles lief glatt über die Bühne. Wir hatten kurzfristig noch ein paar krankheitsbedingte Ausfälle, aber ansonsten waren die Kinder und die zuschauenden Eltern begeistert, das mal wieder ein solcher Vergleich durchgeführt wurde", sagte Wencke Stein vom Vorstand des TV Blau-Gelb 90. Zahlreiche Neulinge hatte vor allem der Gastgeber aus Bad Düben zu bieten. Denn viele Erstklässler haben in den vergangenen Wochen aus der Vorschulabteilung des Vereins in die Abteilung Gerätturnen gewechselt. Jede Menge Lampenfieber hatte die siebenjährige Elisabeth Kleiner. In den zurückliegenden Wochen hatten die Bad Dübener fleißig an den Übungen gefeilt. Und das sollte sich am Ende auch auszahlen. Doch nicht nur Elisabeth selbst, auch ihre Mama und Papa sowie Oma Gerda feuerten den Nachwuchs ordentlich an. Am Ende hatte es sich gelohnt. Elisabeth gewinnt ihren allerersten Wettkampf mit 46,20 Punkten vor der Mügelner Turnerin Nora Höntzsch (46,00 Pkt.) und Valerie Lange (44,95 Pkt.) aus Bad Düben. Großes Lampenfieber gab es auch imn Lager der Kürturnerinnen. In der Leistungsklasse 4 der Altersklasse 12/13 absolvierte Emily Jannsen ihre Premiere an den Turngeräten. Die Zwölfjährige aus Krina trainiert erst seit einem guten halben Jahr im Bad Dübener Turnverein und nahm eine steile Entwicklung. "Emily stand plötzlich in der Turnhalle und legte los. Vieles hatte sie sich zuhause beigebracht. Wir haben es dann in die richtigen Bahnen gelegt", freute sich der Trainer über die erstklassige Verstärkung. Und Emily dankte es mit einem sehenswerten Wettkampf in der Kür. Mit fast zehn Punkten Vorsprung gewann sie mit 48,90 Punkten vor Nelly Kreutzer aus Mügeln mit 39,15 Punkten und Leni Kletzsch (38,50 Pkt.) aus Bad Düben. Und auch bei den "alten Hasen" konnte man deutliche Fortschritte nach Wintertraining und Trainingscamp auf dem Rabenberg sehen. Die Turnerinnen der Leistungsklasse 1-4 nutzten den Heidecup gleich noch als Formtest. Denn nächste Woche treten sie bei den Bezirksmeisterschaften in Leipzig an. Dort geht es dann um die Fahrkarten für die Sachsenmeisterschaften Mitte Mai in Chemnitz.

Ergebnisse:

Ak 7:
1.Elisabeth Kleiner (Bad Düben) 46,20 Pkt.,
2. Nora Höntzsch (Mügeln) 46,00 Pkt.,
3. Valerie Lange 44,95 Pkt.

Ak 8/9:
1. Mira Saitenmacher 48,30 Pkt.,
2. Stella Haubold 48,10 Pkt.,
3. Nele Liß 48,00 Pkt.

Ak 10/11:
1. Anna Michael 53,80 Pkt.,
2. Florentine Heimbold 53,40 Pkt.,
3. Charlotte Medicus 48,10 Pkt.

Lk4 bis 11 Jahre:
1. Emma Köckeritz 47,30 Pkt.,
2. Jasmin Schmidt 47,20 Pkt.,
3. Betty Sehmisch 47,05 Pkt.

Lk4 Ak 12/13:
1. Emily Janssen (allen Bad Düben) 48,90 Pkt.,
2. Nelly Kreutzer (Mügeln) 39,15 Pkt.,
3. Leni Kletzsch 38,50 Pkt.

Lk4 Ak 14/15:
1. Vanita Pannier 47,70 Okt.,
2. Celine Georgie 46,05 Pkt.,
3. Therese Herrmann 42,65 Pkt.

Lk4 Ak 16/17:
1. Laura Körner 43,85 Pkt.

Lk3 Ak 12/13:
1. Fabiane Runzer 51,25 Pkt.,
2. Annika Sachse 47,00 Pkt.

Lk3 Ak 14/15:
1. Leonie Nannt 52,50 Pkt.,
2. Silvia Werner 49,25 Pkt.

Lk2 Ak 16/17:
1. Anna Mannke 54,15 Pkt.,
2. Levke Stein (alle Bad Düben) 49,90 Pkt.

Schaut Euch 58 Bilder des 17. Turn-Heidecup 2022 an.

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Weihnachtsfeier im März - im TV90 schon

Spaß

Bad Düben. Einmal im Jahr sagen wir unseren Trainern, Übungsleiterhelfern, Kampfrichtern, dem Vorstand, den Helfern hinter unseren Kulissen usw. Dankeschön. Da das aber im Dezember wegen Corona nicht klappte, gab es die Feier jetzt. Alle hatten viel Spaß und freuen sich auf die nächsten Höhepunkte im Turnverein. Dankeschön auch an das Comedytheater Los Lachos mit Carsten Giersch, der uns mit seiner 70er Jahre Show besuchte.

Zwei 18-Jährige fühlen sich im TV90 gut aufgehoben - Josie Eckenigk als Turnerin, Elisa Ertel als Übungsleiterin

JosieIm Trainingscamp auf dem Rabenberg bereitete sich Josie mit ihrem Team auf die Wettkämpfe vor.
ElisaMit ihren Erfahrungen trainiert Elisa jetzt jede Woche als Übungsleiterin die Jüngsten in der Turnhalle.

Bad Düben. Elisa Ertel und Josie Eckenigk sind beide 18 Jahre jung. Seit ihrer jüngsten Kindheit turnen sie beim TV Blau-Gelb 90 Bad Düben. Die eine hat 74, die andere 76 Wettkämpfe in ihrem Wettkampfbuch stehen. Sie sammelten bis heute heute unzählige Medaillen und Pokale bei Vereins-, Kreis-, Bezirks- und Sachsenmeisterschaften für ihren Verein. Ihre größten Erfolge waren die Teilnahmen beim Deutschland-Cup 2018 in Delitzsch sowie bei mehreren Wettkämpfen in der Sächsischen Landesauswahl bei Bundespokalwettkämpfen in ganz Deutschland. "Wir haben eine schöne Zeit im Turnverein. Wir sind bisher viel herumgekommen und haben eine Menge erlebt. Egal ob die jährlichen Trainingscamps, die Sommertouren an die Ostsee oder auch unsere Erlebnisse in Portugal, Finnland, USA und Namibia. Das alles sind Erlebnisse für das Leben. Der Verein hat uns geprägt. Dort haben wir auch viel für später gelernt, weil er uns viel ermöglicht hat", erzählt Josie begeistert. Erst vor ein paar Wochen gehörte die 18-Jährige zu einer Vereinsdelegation, die den Gymnastik-Club in Swakopmund in Namibia besuchte und im Rahmen einer Hilfsmission unterstützte. Bis heute sind beide Mädels ihrem Turnverein treu und wollen das auch noch weiter bleiben. Elisa allerdings aktuell als Übungsleiterin der jüngsten Leistungsklassen. Josie will dagegen noch bei Wettkämpfen zeigen, das sie vorn mitturnen kann. Obwohl derzeit bei beiden der Weg zum Abitur läuft. Bis zu zehn Stunden Unterricht müssen die beiden Teenager mit ihrem Sport jeden Tag unter einen Hut bringen. "Das ist manchmal gar nicht so einfach. Ich wohne in Eilenburg und gehe ins Berufliche Gymnasium in Delitzsch. Meist fahre ich nach der Schule nach Hause und es geht gleich weiter in die Turnhalle. Das ist manchmal ganz schön stressig. Aber beim Training kann ich auch ganz gut abschalten und das hilft mir natürlich auch beim lernen abends gut weiter. Ansonsten kommt mir mein Trainer oft entgegen, wenn ich für Klausuren lernen muss. Dann wird einfach ein andere Tag fürs Training ausgeguckt", erzählte Zwölftklässlerin Josie Eckenigk. Ähnlich geht es der Bad Dübenerin Lisa Ertel. Sie besucht das Martin-Rinckart-Gymnasium in Eilenburg und schreibt dieses Jahr ihr Abitur. "Ich bin derzeit immer einmal pro Woche als Übungsleiterin in der Halle. Wenn es die Zeit erlaubt dann auch öfters. Mir macht die Arbeit mit den kleinen Mädchen viel Spaß, weil ich meine Erfahrungen so weiter geben kann und es ist schön zu beobachten, wie die Mädels von Training zu Training besser werden und man dafür auch mit verantwortlich ist", so Eloisa Ertel. Während sich Elisa langsam ernsthafte Gedanken für ihre berufliche Zukunft macht, hat Josie noch ein Jahr Schule vor sich. "Ich habe verschiedene Optionen. Am liebsten würde ich zum Zoll gehen. Da habe ich die ersten Gespräche und Tests gut überstanden. Mal sehen wie sich das weiter entwickelt. Natürlich versuche ich auch während meiner Ausbildung meine Übungsleitertätigkeit fortführen. Ich denke das muss sich alles einspielen und dann sehen wir weiter. Ich bin aber optimistisch, dass das irgendwie klappt", so Elisa. Vereinskameradin Josie hat noch ein bisschen Zeit für berufliche Entscheidungen. Dennoch hat die 18-Jährige schon Ideen wo es hingehen kann. "Ich könnte mir Lehrerin ganz gut vorstellen", sagte Josie. Doch bis es soweit ist, haben beide Mädchen vom Bad Dübener Turnverein noch kurzfristige Pläne. Elisa fiebert Anfang April mit ihren Turnerinnen bei den Bezirksmeisterschaften in Leipzig mit und Josie will dort die Qualifikation für die Landesmeisterschaften im Mai jn Chemnitz schaffen.

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17. Turn-Heidecup startet

Am letzten Märzwochenende treten die Geräteakrobaten in Bad Düben wieder an

Fabiane RunzerFabiane Runzer startet beim Heidecup als Vorbereitung für die Turn-Bezirksmeisterschaften zwei Wochen später.

Bad Düben. Auf diesen Tag freuen sich die Geräteakrobaten von der Sportgemeinschaft Döllnitztal und des TV Blau-Gelb 90 Bad Düben schon lange. Denn am letzten Märzwochenende startet in der Kurstadt der 17.Turn-Heidecup 2022. In den vergangenen zwei Jahren konnte coronabedingt immer nur einer von insgesamt drei Vergleichen pro Jahr ausgeturnt werden. Das soll in diesem Jahr wieder anders werden. Der Bad Dübener TV Blau-Gelb 90 organisiert den Auftakt. Zwei weitere Wettkämpfe in Mügeln und Eilenburg sollen im Laufe des Jahres folgen. Davon kommen dann die besten zwei Ergebnisse der einzelne Aktiven in die Endauswertung. "Wir sind froh, das es wieder los geht. Wir konnten trotz Corona in den vergangenen Monaten halbwegs trainieren. Die Kinder und auch wir Trainer warten jetzt endlich wieder mal auf solche Ereignisse. Dabui geht es weniger um das Ergebnis, vielmehr steht das gemeinsame Miteinander und das Turnen mit anderen Gleichgesinnten im Vordergrund. Natürlich wollen sich die Kinder auch mal wieder vergleichen. Wochenlang fand nur das Training statt", freut sich Jürgen Wolf von der SG Döllnitztal Mügeln auf den Heidecup-Auftakt. Auch beim TV Blau-Gelb 90 Bad Düben wartet man sehnsüchtig auf diesen Tag. Denn in der Kurstadt war das vergangenen Jahr auch nur mit wenigen Vergleichen gepflastert. "Wir turnen so zwischen 15 und 20 Wettkämpfe im Jahr. Wegen Corona waren es nur fünf. Allerdings haben wir versucht mit vielen Aktivitäten in und außerhalb der Turnhalle unsere Kinder und Jugendlichen zu bewegen. Das hat gut geklappt. Wir haben wegen Corona keine Austritte verzeichnet", sagte Wencke Stein aus Bad Düben. Für die Eilenburger Turnriege kommt der Heidecup noch zu früh. Denn in der Muldestadt waren entgegen wie in Bad Düben und Mügeln wochenlang die Turnhallen für den Vereinssport geschlossen. Das wirkte sich auch auf das Training im SV Lok Eilenburg auf. "Wir haben erst kürzlich wieder angefangen zu trainieren. Deswegen mussten wir leider die Teilnahme am ersten Turn-Heidecup-Wettkampf in diesem Jahr absagen. Aber beim nächsten Wettkampf stehen wir wieder mit auf der Matte", sagte Christiane Schabehorn.

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Bad Dübens Turner feiern im März Weihnachten

Jubiläumsshow Abschlussbild"30 Jahre TV90 - wie bunt ist das denn!" hieß die Jubiläumsshow des Bad Dübener Turnverein.

Bad Düben. Es war wie schon so oft – Spektakel, Darbietungen, Weihnachtsstimmung, Feuerwerk. Nur – es ist März ... Zweimal musste der Bad Dübener Turnverein Blau-Gelb 90 seine traditionelle Show zum Fest coronabedingt ausfallen lassen. Jetzt wurde das Ganze nachgeholt. Hier gibt es Fotos und ein Video. Bad Düben. In den Nebenräumen im Heide Spa in Bad Düben herrschte am Sonntag eine große Geschäftigkeit. Zöpfe wurden geflochten, Gesichter geschminkt und der perfekte Sitz der Turnkleidung geprüft. In der Luft lag Spannung und bei den Turnerinnen und Turnern war das Lampenfieber unübersehbar. "Wir sind die Geburtstagskinder am Anfang und machen einen Purzelbaum. Ich bin schon ein bisschen aufgeregt vor meinem Auftritt und ich habe ein Geschenk in der Hand", berichtete stolz die vierjährige Maja, die bereits fertig umgezogen war. Unterdessen nahmen im Saal die Zuschauer Platz. Bodenturnmatten, Turngeräte und ein großer Laufsteg standen bereit. Eine freundliche Stimme begrüßte die Gäste zur Jubiläumsshow des TV Blau-Gelb 90 Bad Düben. Der Sportverein ist nicht nur bekannt für viele sportliche Erfolge, sondern auch für seine jährliche Weihnachtsshow. In diesem Jahr wurde daraus ausnahmsweise eine Geburtstagsshow, weil Corona dem Turnverein im Dezember vergangenen Jahres und wie auch im Jahr zuvor einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Die Show wurde nun in den März verlegt. Unter dem Motto "30 Jahre TV 90 – wie bunt ist das denn!" wurde den Gästen am Wochenende ein volles Programm geboten, das mit Licht, Pyrotechnik und Musik gut 100 Minuten aufwartete. Los ging es mit den Jüngsten des Vereins. Die kleinen Akteure hatten passend zum Jubiläum große Geschenkpakete dabei und zeigten als Wichtel verkleidet erste erlernte Turnelemente. Kim Stein moderierte das Programm und fand sehr sympathisch die passenden Überleitungen. Schwung- und Haltungsübungen, Übungen an den Geräten und Kombination von akrobatischen Reihen und gymnastischen Elementen ließen keine Langeweile aufkommen. Begleitet wurden die Darbietungen von passender Musik und raffinierten Lichteffekten. Die Auswahl der verschiedenen Programmpunkte zeigte nicht nur das außergewöhnliche sportliche Können der Mitwirkenden, sondern ließ ebenfalls Einblicke in das Vereinsleben zu. Eine Bildershow zeigte das ehrenamtliche Wirken der Sportler, die kürzlich eine Reise nach Namibia <https://www.lvz.de/Region/Bad-Dueben/Darum-turnen-Kinder-in-Namibia-an-Ringen-aus-Bad-Dueben> unternahmen, um Turner dort zu unterstützen. "Wir haben unter anderem Riemchen für Reckturner, Sportkleidung und im Jahr 2021 ein Ringegerüst zur Verfügung gestellt", erklärte Steffen Brost. Er ist der Vereinsvorsitzende und Initiator der Show, die seit 2003 zum 18. Mal stattfand. Er kann sich vieler Helfer sicher sein, die zum Gelingen beitrugen. Mütter, Omas und Mitglieder halfen im Hintergrund, sorgten für perfekte Frisuren oder eine Stärkung zwischendurch. Julia Hemmerling ist eine von ihnen, die sich am Sonntag vor allem für die Mädchen und Jungen freute, dass es endlich wieder losging. "Es macht großen Spaß zu sehen, wie die Kinder in den verschiedenen Altersgruppen Spaß haben, auf der Bühne zu stehen. Nach dieser langen Pause tut es ihnen sehr gut, wieder zu zeigen, was sie können", erzählte sie in den Umkleideräumen. "In der Pandemiezeit konnten wir lange nicht trainieren, aber jetzt geht es wieder los und wir haben das Training in der Gruppe richtig gut gemeistert," fügte die 16-jährige Laura noch hinzu. Während der Aufführungen gab es immer wieder einen riesigen Applaus für die Turner, die im Finale dann noch einmal alle zusammen auf der Bühne standen und schließlich unter tosendem Applaus und mit einem Feuerwerk verabschiedet wurden.

Quelle: Anke Herold (LVZ)

Schaut Euch 60 Bilder der Jubiläumsshow 2022 an.

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TV90 ermöglicht namibischen Turnjungs Trainingscamp in Südafrika

Clarence und EmileClarence und Emile sollen bei den Afrikameisterschaften turnen. Jetzt ermöglicht der Bad Dübener Turnverein die Teilnahme am Vorbereitungscamp.

Bad Düben. Vergangene Woche war eine fünfköpfige Delegation des TV Blau-Gelb 90 Bad Düben zu Gast beim Gymnastic-Club Swakopmund. Keine 48 Stunden sind die Kurstädter aus Namibia zurück, da ereilte sie ein Hilferuf aus Südwestafrika. "Unsere Turner Emile und Clarence möchten an den Afrikameisterschaften im ägyptischen Kairo vom 19. bis 22. Mai teilnehmen. Dafür müssen sie weiter trainieren. Unser Problem ist, dass wir im März aus unserer Trainingsstätte im Dome vorübergehend ausziehen müssen, weil dort ein Event stattfindet. Außerdem ist unser Parallelbarren kaputt. Ein befreundeter Trainer in Südafrika, der die südafrikanischen Männerturner trainiert, ist bereit, Clarence und Emile kostenlos zu trainieren. Leider ist aber aufgrund von Covid keine der Familien dort bereit, die beiden Jungs privat aufzunehmen. Das bedeutet, dass wir die Kosten für den Transport, die Unterkunft und die Mahlzeiten übernehmen müssen. Die Kosten belaufen sich auf rund 8900 namibische Dollar pro Turner. Leider können wir das nicht alleine stemmen, würden aber alles versuchen unseren Jungs diese Chance zu geben", schreibt Dongina Risser aus Swakopmund. Der Hilferuf stieß in Bad Düben auf offene Ohren. "Wir haben alle dort kennengelernt. Sie sind ein fleißiges Völkchen, aber es fehlen oftmals die finanziellen Mittel. Bei den Kosten für das vorbereitende Trainingscamp in Südafrika reden wir über 523 Euro. Wir haben im Vorstand entschieden, für einen der beiden Jungs die Kosten komplett zu übernehmen. Wir werden versuchen über eine Spendenaktion innerhalb unseres Turnvereins etwas Geld zu akquirieren. Und vielleicht findet sich ja noch eine Sponsor", so Wencke Strein vom Vorstand. In Swakopmund kam die frohe Botschaft aus Nordsachsen gut an. "Vielen, vielen Dank. Ich weiß gar nicht, wie wir das ausgleichen können", antwortete Trainerin Dione Richtl.

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Bad Dübener turnen bei Teamwettkampf in Swakopmund

SiegerpodestAm Ende des Teamwettkampfes standen alle Bad Dübener und Swakopmunder Turnerinnen und Turner auf dem Siegerpodest.

Swakopmund. Die Eindrücke die die Turnerinnen und Trainer des TV Blau-Gelb 90 Bad Düben in der vergangenen Woche in Namibia sammelten waren unbeschreiblich schön. Es ging in die Wüste, in die Townships von Swakopmund, auf das Meer und in die Umgebung der ehemaligen deutschen Kolonie in Südwestafrika. Ein Höhepunkt war ein Teamwettkampf im "The Dome". Die Bad Dübener Mädchen Josie Eckenigk sowie Levke und Rieke Stein wurden mit den Sportlern vom Gymnastik-Club Swakopmund in drei verschiedene Teams eingeteilt. Geturnt wurde an Sprung, Stufenbarren, Balken und Boden. Alle legten sich nach dem Training in den vergangenen Tagen ordentlich ins Zeug. Auch wenn die Bedingungen nicht so waren wie in Deutschland, kamen die Blau-Gelben damit gut klar. Allerdings wurden die Übungen nur in abgespeckter Variante geziegt, da man 10 000 Kilometer weit weg aus Bad Düben kein großes Risiko an den Turngeräten eingehen wollten. und so kämpften sich die Kurstädter tapfer durch den Vergleich. Am Ende jubelte Josie Eckenigk mit ihrem Team "The Musketeers" und den Swakopmunder Sportlern Elsie, Aisha Anna und Wedlin. Sie siegten mit 141,80 Punkten. Auf Platz zwei turnte sich Levke Stein mit ihrer Mannschaft "Turtles" und Swakopmunder Kyla und Asha. Sie holte 137,55 Punkte. Platz drei ging an Rieke Stein und ihr Team "The Acredible Superstars" mit Joane, Joselyn und Mia. Sie erturnten sich 137,30 Punkte. Die Tage bis zum Abflug am Montag verbrachten die Bad Düben noch mit einem Ausflug auf den Atlantik zu den Delfinen und auf die höchste Düne in Namibia. Zurück in Deutschland gibt es erst einmal kein Durchatmen, denn am 12./13. März steht dann die große Jubiläumsshow im Bad Dübener Heide Spa auf dem Plan. Dafür gibt es in der Reisegagentur 2PS noch Restkarten.

Schaut Euch 68 Bilder vom Namibia-Projekt 2022 an. (aktualisiert am 2.3.)

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Bad Dübener Turnverein für acht Tage beim Gymnastic-Club Swakopmund in Namibia gelandet

AnkunftLevke Stein, Josie Eckenigk, Steffen Brost, Rieke und Wencke Stein sind nach ihrer 27-stündigen Reise in Namibia gelandet.

Swakopmund. Nach knapp 27 Stunden Anreise über das südafrikanische Kapstadt setzt der kleine Regionalflieger sanft auf der Wüstenpiste des Flughafen Walvis Bay, zu deutsch Walfischbucht auf. Die Sonne scheint. Es sind 28 Grad. In Namibia ist Sommer. Eine halbe Stunde später begrüßen Dione Dichtl und Monika Gibbons vom Gymnastic-Club Swakopmund die drei Bad Dübener Turnerinnen vom TV Blau-Gelb 90 und zwei Trainer. Die sind angesichts der Marathonanreise von Leipzig über Frankfurt und Kapstadt nach Walvis Bay trotzdem gut gelaunt und freuen sich auf ein paar tolle Tage an der westafrikanischen Küste. Denn darauf fiebern die Blau-Gelben schon seit Oktober 2020 hin. Immer wieder musste die Reise coronabedingt verschoben werden. Der Grund des Besuches ist ein Hilfsprojekt, das sich die Bad Dübener Anfang 2020 auf die Fahne geschrieben haben. Ende 2019 wurden die Bad Dübener Sportler auf den Gymnastik-Club Swakopmund aufmerksam. Damals trainierte der ehemalige DDR-Nationalturner Bernd Jäger in Swakopmund junge Turner. Jäger selbst war DDR-Mehrkampf- und Reckmeister 1975, fuhr 1974 zur Weltmeisterschaft in Varna und präsentierte dort seinen bis heute anerkannten Jäger-Salto. Nach seiner Reise berichtete er auf der Gymmedia-Plattform von Sportreporter Eckhard Herholz über seine Erlebnisse in Swakopmund. Dort schrieb er, das es in dem afrikanischen Land an vielem fehlt. So unter anderem an korrekter Turnkleidung, Riemchen und Magnesia für das Reck- und Stufenbarrenturnen sowie auch an finanziellen Mitteln. Teilweise trainieren die Afrikaner bis heute noch an sehr alten Turngeräten. "Wir haben den Bericht gelesen, darüber diskutiert, Kontakt geknüpft und ein Hilfsprojekt an den Start gebracht", erzählte Vorstand Wencke Stein. Mittlerweile ist viel Zeit vergangen. Ein großes Ringegerüst wurde im Januar 2021 verschifft und steht seit Oktober im Trainingszentrum "The Dome" in Swakopmund. Dort können Emile, Matt und die anderen Jungs jeden Tag fleißig trainieren und ihren großen Traum von Olympia weiter träumen. "Das Turngerät lag bei uns nur herum. Dort versieht es gute Dienste", so Wencke Stein weiter. Auch Dione Dichtl vom Gymnastic-Club Swakopmund ist begeistert von der Spende. "Das Gerät ist prima. Vorher hatten wir nur Ringe, die von der Decke baumelten", ist die Trainern über die Spende glücklich. Im Gepäck haben die Blau-Gelben auch diesmal viele wichtige Dinge wie Gymnastikanzüge, Turnbekleidung für die Jungen und die so dringend benötigten Riemchen für Reck-, Ringe- und Stufenbarrenturnen. "Wir haben 30 Stück von Reichel-Riemchen aus Gahlenz gesponsert bekommen. Philipp Reichel rüstete auch den Reck-Olympiasieger von Rio de Janeiro, Fabian Hambüchen sowie viele erfolgreiche Sportler weltweit mit den Riemchen made in Sachsen aus", sagte Stein weiter. Direkt vom Flughafen geht es natürlich nicht in die Pension direkt am Atlantik, sondern in die Turnhalle, wo die Swakopmunder Turnerinnen und Turner schon auf die Blau-Gelben warten. Dort werden sie freudig begrüßt. Die Bad Dübener schauen sich alles an. Vor allem das im Oktober aufgebaute Ringegerüst, was bis Januar in Bad Düben lag, bringt den namibischen Turnern viel Freude beim Training und wurde genau inspiziert. Das Geld ist hier ziemlich knapp. Mit einer Stiftung unterstützt der Swakopmunder Turnclub die Kinder, deren Eltern es sich nicht leisten können, ihre Kinder zum Sport zu schicken. Außerdem werden viele mit einer Mahlzeit am Tag versorgt. "Wir werden uns in naher Zeit überlegen, wie wir hier auch noch ein bisschen unterstützen können. Im Oktober sind wir ja noch einmal in Swakopmund", so Stein. Die Tage in Swakopmund vergehen schnell. Jeden Tag gibt es viel zu erleben für die Bad Dübener Abordnung. Gemeinsam wollen die Bad Dübener mit ihren namibischen Turnfreunden trainieren und einen Wettkampf turnen. Außerdem ist Sandboarding in der Wüste geplant, eine Tour in die Townships und vieles andere mehr. Auch eine Stadtrunde in Swakopmund steht auf dem Programm. Und die hat eine Menge zu bieten. Die Küstenstadt hat rund 30 000 Einwohner und liegt westlich der Hauptstadt Windhoek direkt am Atlantischen Ozean. Sie wurde 1892 von deutschen Kolonisten gegründet. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen der Leuchtturm und die Mole. Swakopmund kann wirklich getrost als die deutscheste aller Städte in Afrika bezeichnet werden. Medikamente bekommst man in der Bismarck-Apotheke, man flaniert über die Breitestraße, vorbei an der Bahnhofstraße hin zur Arnold-Schad-Promenade. Swakopmund gilt als die Abenteuerhauptstadt Westafrikas und hat durch ihre besondere Lage eingeklemmt zwischen zwei Nationalparks, dem Swakop-Fluss, der großen Namib-Wüste und der Atlantikküste einiges an spannenden Aktivitäten zu bieten. "Das ist schon alles sehr beeindruckend. Vor allem, das fast alle Menschen hier akzentfreies deutsch sprechen, die Straßennamen deutsch sind und es ein Brauhaus mit deutschen Gerichten gibt", ist Levke Stein begeistert, die mit Schwester Rieke und Vereinskameradin Josie Eckenigk mit in Afrika ist.

Schaut Euch 68 Bilder vom Namibia-Projekt 2022 an. (aktualisiert am 2.3.)

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Bad Dübener Turnerinnen machen sich im Sportpark Rabenberg fit für die Turnsaison

Training und SpaßViel Training und jede Menge Spaß im Wintercamp.

Rabenberg. Für eine Woche haben 25 Turnerinnen, Trainer und Betreuer des TV Blau-Gelb 90 Bad Düben ihre Koffer gepackt. Nach coronabedingtem Ausfall im vergangenen Jahr konnte das alljährliche Wintertrainingscamp der Kurstädter jetzt wieder starten. Doch bevor es auf den 900 Meter hochgelegenen Sportpark Rabenberg im Erzgebirge ging, musste jeder erst einmal einen Coronatest absolvieren. "Dank des Mediclin Waldkrankenhauses Bad Düben und seiner Chefärztin Jacqueline Repmann war das am Sonntagmorgen in der Turnhalle möglich. Alle waren negativ und durften anschließend starten", sagte Wencke Stein vom Vorstand. Sechs Tage lang feilen die Turnerinnen mit ihren Trainern täglich bis zu sieben Stunden an neuen Sprüngen, Stufenbarrenelementen, Balkenübungen und akrobatischen Verbindungen. "Die Trainingswoche ist jedes Jahr der Grundstein und die Basis für die kommenden Herausforderungen wie Bezirksmeisterschaft im April, Landesmeisterschaft in Chemnitz und andere Wettkämpfe. Nach der langen Coronazeit und ihren Auswirkungen ist das Training potentiell sehr wichtig. Vor allem sind Kraft- und Konditioneinheiten gefragt", weiß Übungsleiterin Anke Heinicke. Erstmals mit im Trainerteam dabei ist die 18-jährige Elisa Ertel. Als aktive Turnerin hat die Bad Dübener Zwölftklässlerin den Sportpark viele Male erlebt. Sie gewann viele Medaillen von Kreis- bis Landesebene. Ihre Höhepunkte erlebte Gymnasiastin mit der Teilnahme beim Deutschlandcup 2018 in Delitzsch sowie zweimal beim Bundespokal mit Vereinskameradin Josie Ecknigk. Als Übungsleiterin ist es die Premiere. Denn vor anderthalb Jahren wechselte Elisa vom aktiven Part auf die Trainerseite. Seitdem betreut sie die jüngsten Geräteakrobaten der Leistungsklasse 4. "Mir macht das sehr viel Spaß, meine Erfahrungen weiterzugeben. Derzeit bereite ich mich auf das Abitur vor. Der Sport und die Arbeit mit den Kindern ist für mich mein Ausgleich", sagte die junge Frau. Ihre 18-jährige Vereinskameradin Josie Eckenigk ist dagegen bis heute den Geräten treu geblieben. Die Zwölftklässlerin des Beruflichen Gymnasiums in Delitzsch meistert derzeit den Spagat zwischen Abitur und Turnen bravourös. "Mein Trainer lässt mir dabei ganz viel Spielraum. Wenn Klausuren anstehen, dann schiebe ich das Training einfach auf einen anderen Tag", ist die Eilenburgerin dankbar. Jeder Trainingstag auf dem Rabenberg ist exakt durchgeplant. Kurz vor sieben Uhr klingelt der Wecker. Danach gibt es Frühstück und um 9 Uhr stehen die Turnerinnen bei der ersten Einheit im Ballettsaal. Hier wird vor allem die Haltung der Sportler geschult. Bis abends halb sechs geht das Training. Zum Abschluss eines jeden Tages gibt es dann noch verschiedene diverse Entspannungsübungen mit Faszienrollen, Yoga und Pilates oder Ausschwimmen in der Schwimmhalle. Später, nach dem Abendbrot, stehen die Sportler dann noch einmal in der Halle. Dann feilen sie an den Choreografien ihrer Bodenübungen. Trotz der kräftezehrenden Einheiten kommt auch der Spaß nicht zu kurz. Gleich neben dem Sportpark ist der beleuchtete Rodelberg. Da kann man auch abends noch viel Gaudi haben.

Schaut Euch 43 Bilder aus Rabenberg vom Wintercamp 2022 an.

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Geräteakrobaten packen ihre Koffer

Proben

Bad Düben. 25 kleine und große Geräteakrobaten aus den Leistungsklassen sowie Trainer und Betreuer des TV Blau-Gelb 90 Bad Düben packen in den bevorstehenden Winterferien wieder ihre Koffer. Ziel des winterlichen Ausfluges ist der Sportpark Rabenberg im Erzgebirge. Dort wollen sich die Turnerinnen auf die bevorstehenden Wettkampfsaison vorbereiten. "Natürlich stehen auch Winterwanderung, Rodelwettbewerb, Skitour und einiges anderes im Plan", kündigte Trainer Steffen an. Im vergangenen Jahr musste das Trainingscamp coronabedingt abgesagt werden. Doch nicht nur das fiel aus, auch zahlreiche Wettkämpfe konnten wegen der Pandemie nicht stattfinden. 2021 waren es mit einem Vereinswettkampf, Heidecup und der Turn-Bezirksmeisterschaft ganze drei Wettkämpfe, wo die Blau-Gelben teilnahmen. "Es war dann schon irgendwie langweilig und motivationslos, ohne sich konkret auf etwas vorzubereiten zu trainieren. Doch jetzt haben wir endlich mit dem Trainingscamp und der Jubiläumsshow wieder etwas, worauf wir uns freuen können", sagte Josie Eckenigk. Eine Woche lang steht dann tägliches Training auf dem Programm. Los geht es jeden Morgen mit einer Balletteinheit und anschließendem sechsstündigen Training. Abends wartet dann die Schwimmhalle oder ein Rodelwettbewerb am beleuchteten Skihang.

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Jubiläumsshow in den Startlöchern / Tickets ab 14.Februar erhältlich

ProbenDie Proben für die Jubiläumsshow laufen auf Hochtouren.

Bad Düben. Die Vorbereitungen haben begonnen. Aktuell sieht alles so aus, das am 12./13. März die Jubiläumsshow "30 Jahre TV90 - wie bunt ist das denn" des Bad Dübener Turnvereins im Heide Spa stattfinden kann. Im Dezember 2020 und 2021 mussten die Geräteakrobaten ihre Show wegen der Coronainzidenzen absagen. "Endlich können wir starten. Hoffentlich klappt alles. Eine weitere Absage wäre fatal. Wir sind voller Zuversicht, das es endlich losgehen kann. Die Proben und die Vorbereitungen hinter den Kulissen laufen jedenfalls auf Hochtouren", sagte Wencke Stein vom Vorstand des Vereins. Damit alles so stattfinden kann wie geplant, läuft allerdings derzeit alles auf eine 2-G-Veranstaltungen im Heide Spa heraus. Zudem wird es nur jeweils 180 Sitzplätze in den drei geplanten Shows geben. "Wir müssen uns an die Vorgaben, die in diesem Fall das Heide Spa aufstellt halten. Deswegen planen wir erst einmal so. Sollten kurzfristig mehr Sitzplätze und andere Vorgaben gelten möglich sein, reagieren wir zeitnah", so Stein weiter. In den Turnhallen sind über 100 kleine und große Akteure mit voller Vorfreude dabei ihre Programmpunkte zusammenzustellen. Eltern und Trainer nähen Kostüme, bauen Kulissen und planen die Auf- und Abbauaktionen. Ab 14. Februar startet der öffentliche Ticketverkauf in der Reiseagentur 2PS am Paradeplatz. Alle bisherigen Tickets vom Dezember behalten ihre Gültigkeit und können dann am zweiten Märzwochenende eingesetzt werden. Die Show, die als Jubiläumsshow zum 30. Vereinsjubiläum geplant ist zeigt ein Querschnitt der Geschichte des Turnvereins seit seiner Gründung 1991. "Alles das, was uns seit der Gründung ausmacht, werden wir versuchen in Teilen auf die Bühne zu bringen. Da gibt es Turnen, Akrobatik, Tanz, Comedy und vieles mehr", verriet Wencke Stein. Die Bad Dübener Weihnachtsshow findet seit 2003 immer in der Adventszeit in der Kurstadt statt.

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