Blau-Gelbe glänzen bei den Kinder- und Jugendwettkämpfen

Blau-Gelbe glänzenÜber jede Menge Medaillen freuten sich die Turnerinnen des TV Blau-Gelb 90 Bad Düben bei den Kinder- und Jugendwettkämpfen im Gerätturnen in Oschatz.

Oschatz. Der Oschatzer Turnverein war jetzt Gastgeber für den zweiten Teil der Sparkassen Kinder- und Jugendwettkämpfe im Gerätturnen. Während vor drei Woche in Bad Düben die Kürturnerinnen um die Medaillen turnten, gingen in Oschatz jetzt die jüngsten Geräteakrobaten im Bereich Pflicht an den Start. Über 80 Mädchen und Jungen aus Oschatz und Bad Düben wollten noch einmal vor den Sommerferien zeigen, was sie in den vergangenen Wochen in den Übungsstunden gelernt haben. Besonders aufgeregt waren bei den Blau-Gelben die beiden siebenjährigen Ewa Iwaschenko und Lisa Nadtochii. Die beiden Grundschülerinnen sind erst seit Ende März in Bad Düben. Beide Mädchen sind mit ihren Muttis und Geschwistern vor dem Ukrainekrieg nach Deutschland geflüchtet und kamen in Bad Düben unter. Schon ein paar Tage nach ihrer Ankunft suchten sie den Kontakt zum Turnverein, weil beide Ukrainerinnen bereits in ihrer Heimat regelmäßig zum Turnen gingen. Seitdem wird zwei mal in der Woche gesprungen, gerollt und auf dem Balken geturnt. Mit erstem Erfolg. Ewa belegte in der Ak 7 mit 47,30 Punkten den 7.Platz und Lisa mit 44,95 Punkten Den 15. Platz. Über ihre Teilnehmermedaillen, Urkunde und das kleine Plüschtier waren beide nach der Siegerehrung stolz. "Das war schön", sagte Ewa schon in gutem deutsch. Schon ein bisschen länger sind die beiden Geschwister Frieda und Florentine Heimpold beim Bad Dübener Turnverein Mitglied. Für die sechsjährige Frieda war es trotzdem erst ihr erster Wettkampf überhaupt. "Frieda war recht dolle aufgeregt. Sie hat zuhause die ganze Woche immer noch geübt", verriet Papa Sven. Schwester Flori ist da schon ein bisschen abgeklärter. Für die Zehnjährige war es der letzte Wettkampf im Pflichtbereich. Sie wechselt ab September in die Kür und wird den Leistungsbereich verstärken. Und der Oschatzer Auftritt lohnte sich für beide. Sowohl Frieda (Ak6) als auch Florentine (Ak11) landeten jeweils auf dem zweiten Platz und freuten sich über Silber.

Weitere Ergebnisse

Ak6:
1.Elly Hagemeister (OTV), 2. Frieda Heimbold (TV90), 3. Miriam Arnold (OTV)

Ak7:
1.Martha Winkler, 2. Hedy Reißmann, 3. Tilda Rädler (alle OTV)

Ak8:
1. Paula Klatzek, 2. Mia-Sophie Fischer, 3. Lucy Mädler (alle OTV)

Ak9:
1. Platz Nele Liß (TV90), 2.Amelia König (OTV), 3.Stella Haubold (TV90)

Ak10:
1.Martha Hoppe (TV90), 2. Amelie Krell, 3. Freda Zwartek (beide OTV)

Ak11:
1. Anna Michael, 2. Florentine Heimpold (beide TV90), 3.Amy Lynn Müller (OTV)

Schaut Euch 26 Bilder der Kinder- und Jugendwettkämpfe in Oschatz 2022 an.

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Gelebte Integration: TV90 organisiert Grillfest für Umzugshelfer und ukrainische Familien

GrillfestteilnehmerAlle hatten viel Spaß beim Grillfest des TV90.

Bad Düben. Im März übernahm unser Verein die Patenschaft für die kleine Turnerin Lisa, ihre Mutti Aljona sowie für die aus der Ukraine vorm Krieg geflüchteten Familienangehörigen. Mit über 20 kleinen und großen Helfern richteten wir die drei Wohnungen für sie in der Ritterstraße ein. Jetzt konnten wir uns bei unseren Helfern für ihre Unterstützung bedanken und luden alle zum Grillfest ein. Auch unsere ukrainischen Familien waren mit dabei und überraschten uns mit selbstgemachten Pelmenis. Es war ein schöner Abend bei Leckereien vom Grill, leckeren Getränken und für die Kinder bei Trampolin, Volleyball und Tischtennis. Vielen Dank an Wencke Stein und ihre Familie, das wir den Grillabend bei ihnen machen durften.

Kinder- und Jugendwettkämpfe im Gerätturnen in Bad Düben - 13x Edelmetall für die Gastgeber

Die Bad Dübener TurnriegeDie Bad Dübener Turnriege holte 13x Edelmetall.

Bad Düben. Die besten 50 Kürturnerinnen des Oschatzer Turnvereins, SG Döllnitztal Mügel und TV Blau-Gelb 90 Bad Düben trafen sich jetzt zu den Sparkassen Kinder- und Jugendspielen im Gerätturnen in Bad Düben. Alle waren froh, das man sich nach zweijähriger Pause endlich wieder sah. Auch Nordsachsens Kreissportbund-Geschäftsführer Sven Kaminski freute sich, das diese Spiele nach coronabedingter Unterbrechung wieder stattfinden. "In diesem Jahr läuft es in allen Sommersportarten wieder recht gut an. Die Sparkassen Kinder- und Jugendspiele sind einer von vielen Höhepunkten in diesem Jahr", so Kaminski. Auch für die drei beteiligten Vereine ist dieser Wettkampf wieder ein Schritt in Richtung völliger Normalität. "Die vergangenen Monate waren schon wieder von viel Training geprägt. Auch einige Wettkämpfe wie Bezirks- und Sachsenmeisterschaften haben wieder stattgefunden. Für die Kinder und Jugendliche freue ich mich, das es jetzt endlich wieder solche Wettkämpfe gibt", sagte Kampfrichter Anke Heinicke.

Ergebnisse:

In der Leistungsklasse (Lk) 4 bis 11 Jahre siegte Mia Berger (OTV) mit 48,20 Pkt. vor Betty Sehmisch mit 48,00 und Jasmin Schmidt (beide TV90) mit 46,60 Pkt. In der Lk4 Ak 12/13 siegte Flora Kromer mit 47,95 Pkt. vor Marie Grützner (beide OTV) mit 47,05 Pkt. und Emily Janssen (TV90) mit 47,75 Pkt. Jara Smykalla (TV90) gewann in der Lk4 ASk 14/15 mit 48,80 Zählern vor Vereinskameradin Celine Georgie mit 46,30 Pkt. und der Oschatzerin Marlene Thiele mit 45,85 Pkt. Im Alleingang gewann Laura Brink (Mügeln) die Lk4 Ak 16/17 mit 44,15 Pkt. Ebenso im Alleingang siegte Lea Neiner (OTV) im Alleingang in der Lk3 bis 11 Jahre mit 45,80 Pkt.. In der Lk3 Ak 12/13 siegte Karla Richter (OTV) mit 50,35 Pkt. vor Fabiane Runzer (TV90) mit 50,35 Pkt. und Annika Sachse (beide TV90) mit 49,60 Pkt. Leonie Nannt gewann mit 51,65 Pkt. in der Lk3 Ak 14/15 Gold vor Rieke Stein (50,50 Pkt.,) und Silvia Werner (alle TV90) mit 49,25 Pkt. Neele Nenitschka (TV90) gewann im Alleingang die Lk3 Ak 16/17 mit 48,90 Pkt. In der höchsten Leistungsklasse 2 Ak 16/17 siegte die amtierende Sachsenmeisterin Anna Mannke mit 52,20 vor Levke Stein (beide TV90) mit 48,25 Punkten.

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Wir sind Preisträger!

Wir sind Preisträger!

Bad Düben. Gerade haben wir erfahren, das unser Turnverein für seine jahrelange Arbeit mit Kindern und Jugendlichen einer von insgesamt 500 Preisträger in Deutschland beim 10. Town & Country Stiftungspreis sind. Die gewonnenen 1000 Euro werden in unsere kommenden Projekte fließen.

Vielen Dank!

Die Town & Country Stiftung wurde 2009 von Gabriele und Jürgen Dawo gegründet und hatte es sich zunächst als Ziel gesetzt, unverschuldet in Not geratenen Bauherren zu helfen. Die Satzungszwecke der Stiftung wurden später erweitert und unter anderem durch den Stiftungspreis mit Leben erfüllt, der gemeinnützigen Einrichtungen zugutekommt, die sich für körperlich, geistig und sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche einsetzen. Mit der Unterstützung der Town & Country Lizenzpartner ist es der Town & Country Stiftung möglich Kindern und Familien in schwierigen Lebenslagen beizustehen und die Town & Country Stiftung freut sich über weitere Unterstützer.

Weiterer Sponsor - Vielen Dank für die Unterstützung!

Der TV90 begrüßt mit "prowin international Nicole Liebmann" einen neuen Sponsor in seinen Reihen und freut sich auf eine gute Zusammenarbeit!

Kreisseniorenspiele

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Stadtfest Bad Düben - der TV90 ist dabei - auf der Bühne!

Bad Düben. Beim Stadtfest darf unser Turnverein natürlich nicht fehlen. Im Rahmen des Bühnenprogrammes präsentierten unsere Mädels aus den Abteilung Dance und Gerätturnen Ausschnitte aus der Jubiläumsshow "30 Jahre TV90 - wie bunt ist dass denn!"
Am Nachmittag wurde es sportlich. Bei "Bad Düben läuft..." ging eine Mix-Mannschaft (Nicole Liebmann, Grit Schlaak, Tina Jungchen, Andre Dietrich) aus unserer Lauf- und Walkinggruppe bei der Team-Staffel auf die Strecke. Am Ende belegten wir den 10. Platz.

StadtfestBeim Stadtfest waren wir auf der Bühne ...

Stadtfest... und auf der Laufstrecke unterwegs.

Schaut Euch 12 Bilder vom Stadtfest Bad Düben 2022 an.

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Kreisseniorenspiele in Eilenburg

Eilenburg. Eine kleine Abordnung unserer sportlichen TV90-Seniorenriege ging bei den diesjährigen Kreisseniorenspielen in Eilenburg an den Start. Die Kräfte wurden unter anderem beim Gummistiefelweitwurf, Slalomlaufen und Zielwerfen gemessen. Neben zwei Workshops gab es auch noch verschiedene Wanderungen.

Kreisseniorenspiele

KreisseniorenspieleKreisseniorenspiele in Eilenburg.

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Gold und Bronze für Bad Dübener Turnriege bei der Sachsenmeisterschaft

Gold und AchteAnna Mannke (links) krönte sich in Chemnitz zur Landesmeisterin. Vereinskameradin Levke Stein wurde Achte.
BronzeAnnika Sachse (Medaille) turnte sich zu Bronzemedaille.

Chemnitz. Endlich das langersehnte Gold. Nach zwei Bronze- und einer Silbermedaille in den vergangenen Jahren krönte sich Anna Mannke vom TV Blau-Gelb 90 Bad Düben in der Leistungsklasse (Lk) 2 AK 16/17 in Chemnitz zur Sächsischen Meisterin. Es war der bisherige größte Erfolg der 16-Jährigen. "Es war schon ein großer Traum, mal ganz oben zu stehen. Dass das heute aber klappt, ist schon eine Überraschung", jubelte Anna nach der Siegerehrung. Den Anfang machten am Vormittag aber erst einmal die Mädels der Leistungsklasse 3. Leider musste die ebenfalls qualifizierte Rieke Stein krankheitsbedingt von zu Hause aus den Wettkampf ihrer Trainingskameradinnen via Handy mitverfolgen. Auch Top-Turnerin Josie Eckenigk passte wegen einer Fußverletzung, betreute aber vor Ort in der Chemnitzer Richard-Hartmann-Halle ihr Team. Allen voran sorgte Annika Sachse in der Lk3 Ak 12/13 für die erste Überraschung des Tages. Trotz unfreiwilligen Balkenrunterfaller turnte sich die 13-Jährige sauber durch ihren Vierkampf an Sprung, Stufenbarren, Balken und Boden. Der Lohn waren am Ende 48,70 Punkte und die sensationelle Bronzemedaille. Vereinskameradin Fabiane Runzer schaffte es mit 46,75 Punkten noch mit Rang zehn in die begehrte Top-Ten. Bei den 14/15-Jährigen der Lk3 hatte Leonie Nannt die Chance auf eine Podestplatzierung. Die 15-Jährige präsentierte sich stark. Bis zum Balken. Dort stieg die Bad Dübenerin dann aber gleich dreimal ab. "Ich weiß nicht was los war. Kann ich mir nicht erklären. Im Training klappte zuletzt alles prima", schüttelte die Turnerin enttäuscht ihren Kopf. Die erturnten 48,35 Punkten reichten dann für Platz zwölf mit der Gewissheit, bei nur einem Sturz noch Sächsische Meisterin geworden zu sein. In der Lk3 AK 16/17 kämpfte sich Neele Nenitschka durch eine starke Konkurrenz. Aber auch sie ließ einen ganzen Punkt durch einen Sturz vom Balken liegen. Am Ende wurde sie mit 46,25 Punkten 15. Der Nachmittag gehörte dann schließlich den Turnerinnen der Leistungsklasse 2. Mit mäßigen 11,75 Punkten startete Anna Mannke am Stufenbarren in den Wettkampf. Es folgte eine Balkenübung und die mit Abstand höchste Wertung des Tages von 14,50 Punkten. Dann lief es bei Anna. Auch am Boden kassierte die 16-Jährige 13,05 Punkte. Vor dem letzten Gerät Sprung hatte sie knappe 15 Zehntel Vorsprung auf Rang zwei. Ihren Yamashita am Sprung erhielt mittelmäßige 11,90 Punkte. Reicht es noch für das oberste Treppchen. Bei der Siegerehrung dann die Gewissheit. Mit dem Hauch von fünf Hundertsteln Vorsprung gewinnt Anna Mannke die Goldmedaille. Als sie bei der Siegerehrung als Erste nach vorn gerufen wurde, schaute sie erst ungläubig zu Vereinskameradin levke Stein und konnte es nicht richtig glauben. Levke Stein belegte bei ihrer ersten Landesmeisterschaft mit 46,20 Punkten und noch einigen Reserven den 8. Platz.

Schaut Euch 25 Bilder der Turn-Sachsenmeisterschaft in Chemnitz 2022 an.

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Mediclin-Waldkrankenhaus und ehemaliger Chefarzt kümmern sich um erfolgreiche Geräteakrobatin

BehandlungProfessor Christian Melzer kümmert sich um die Behandlung von Turnerin Josie Eckenigk.

Bad Düben. Das Mediclin Waldkrankenhaus kümmert sich seit vielen Jahren auch um die Behandlung von Sportlern aus dem In- und Ausland. Schon zu DDR-Zeiten genoss die Klinik Weltruf bei den Athleten. 1975 wurde die Einrichtung zum Fachkrankenhaus für Orthopädie. Unter der Leitung des damaligen Chefarztes Dieter Jungmichel wurden über 250 Europameister sowie 150 Weltmeister und Olympiasieger erfolgreich behandelt. Darunter deutschlands erfolgreichste Eiskunstläuferin Katharina Witt und der Turn-Olympiasieger Klaus Köste. Auch heute kümmert sich das Waldkrankenhaus um Sportler. Darunter auch die Turn-Asse des TV Blau-Gelb 90 Bad Düben, in deren Reihen sich nicht nur mehrfache Bezirks- und Landesmeister sowie Teilnehmer von deutschen Meisterschaften befinden. Aktuell befindet sich die 18-jährige Turnerin Josie Eckenigk in Behandlung. Dabei kümmert sich nicht nur die Dübener Klinik um Chefärztin Jacqueline Repmann um die Geräteakrobin, sondern auch der ehemalige Chefarzt, Professor Christian Melzer, um die Behandlung der Sportlerin. "Ich habe schon lange Schmerzen im linken Fußgelenk. Mein Trainer hat sich das eine Weile angeschaut und jetzt alles veranlasst, das wir das in den Griff bekommen. Im Waldkrankenhaus wurde ich von Frau Repmann untersucht, geröntgt und es wurde ein MRT von meinem Fuß gemacht", schilderte Eckenigk. Kurze Zeit später landete sie bei Christian Melzer, der in Leipzig eine Orthopädische und Unfallchirurgische Privatpraxis betreibt. Dort führte der ehemalige Bad Dübener Klinikchef eine sogenannte MBST-Kernspinresonanztherapie durch. Dabei handelt es sich um ein Verfahren, das bei schmerzhaften Veränderungen des Stütz- und Bewegungsapparates eingesetzt werden kann. Ziel dieser Behandlung ist es, gestörte Funktionen und Zellen, als Ursache der Erkrankung, derart zu beeinflussen, das Stoffwechselprozesse im Körper aktiviert und somit regenerative Prozesse ausgelöst werden. "Josie hat einige Mikrofrakturen im Fußgelenk, die sich mit dieser Methode sehr gut behandeln lassen. Dadurch wird die Regeneration deutlich verkürzt. Was sonst über ein Jahr gedauert hätte, ist in der Regel einem Vierteljahr wieder in Ordnung", so Melzer. Unterstützung bekommen Melzer und die Turnerin von dem Unternehmen Med-Tec Medizintechnik GmbH aus Wetzlar, die die Behandlungskosten der Kernspinresonanztherapie für die Turnerin übernehmen, da diese von der gesetzliche Krankenversicherung nicht bezahlt werden.

Der TV Blau-Gelb 90 Bad Düben bedankt sich beim Mediclin-Waldkrankenhaus und deren Chefärztin Jacqueline Repmann, bei Professor Christian Melzer und bei dem Unternehmen Med-Tec Medizintechnik GmbH aus Wetzlar, die die kostenlose Behandlung von Josie übernommen haben.

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Bad Dübener Laufgruppe beim 17. Darß-Marathon am Start

SiegerpodestDie Laufgruppe des TV90 startet beim 17. Darß-Lauf.

Wiek. Erst im September fand die 16. Auflage des beliebten Darß-Laufes an der Ostsee statt. Jetzt kehrte die Laufveranstaltung an ihren alten Stammplatz im April zurück. Und so machten sich wieder 15 Läuferinnen, Läufer und Walker und genauso viel Schlachtenbummler von der Lauf- und Walkinggruppe des TV Blau-Gelb 90 Bad Düben erneut auf den Weg an die Ostsee. "Der Lauf ist so toll. Und die Natur unbeschreiblich. Deswegen sind wir hier immer wieder gerne am Start", freute sich Simone Kanitz auf den Halbmarathon. Mit über 1100 weiteren Teilnehmern absolvierten die Kurstädter, bei recht frischen fünf Grad über null und einer starken Brise, eine der schönsten Laufstrecken der Republik im Naturschutzgebiet Vorpommersche Boddenlandschaft. Die führte vorbei am schier endlosen Boddenufer zwischen Born und Wieck, durch den Darßer Urwelt bei Prerow und der Steilküste von Ahrenshoop. Den Anfang machte eine der Jüngsten. Johanna Kühnel startete beim Kinderlauf über 1150 Meter. Nach 6:58 min. rannte Johanna als Siebende der Altersklasse U10 ins Ziel. Gleich sechs Läuferinnen und Läufer machten sich auf die Strecke des 10-Kilometerrennens. Als Erster kehrte von den Bad Dübenern nach 58:15 Minuten Olaf Prautzsch zurück. Er wurde 15. in der M50. Weitere ergebnisse: Matthias Kühnel 1:02,17 h (17. M45), Andre Dietrich 1:04,53 h (23. M45), Christiane Kühnel 1:02,18 h (8. W45), Grit Schlaak 1:02,23 h (10. W45), Tina Jungchen 1:04,56 h (22. W40). Eine Tag später gingen die Halbmarathonläufer und Walker auf die Strecke. Schien einen Tag zuvor noch die Sonne, präsentierte sich Petrus diesmal recht windig und blies den Läufern ordentlich von vorn ins Gesicht. "Die gefühlten Temperaturen lagen bei etwa drei Grad über null. Das war schon recht kalt. Trotzdem hat es wieder Spaß gemacht", sagte Christiane Freudenthal. Als erster der Bad Dübener war Steffen Brost zurück im Ziel. Als 28. in der M50 brauchte er für die 21,1 Kilometer 1:51,38 h. Ihm folgten Simone Kanitz 2:12,40 h (18.W55), Petra Rücker 2:17,22 h (22. W55), Christiane Freudenthal 2:22,27 h (29 .W55), Manuela Klemm 2:33,11 h (32.W45), Carola Rabe 2:36,13 h (17. W60), Die beiden Walker Ullrich Bresch und Stefan Eichelkraut schafften die Distanz in 3:18,01 h und und belegten die Plätze sechs in der M65 und eins in der M70. Jetzt haben die Blau-Gelben die nächsten Läufe im Blick. Am 8. Mai starten und walken sie beim Goitzsche-Lauf in Bitterfeld, am 26. Juni beim Sachsentrail im Erzgebirge und im Oktober beim Mallorca-Halbmarathon. Wer Lust hat, sich der Bad Dübener Lauf- und Walkinggruppe anzuschließen, kann das immer dienstags um 18 Uhr am Bad Dübener Froschbrunnen oder sonntags 10.30 Uhr am Parkplatz Obermühle tun.

Schaut Euch 13 Bilder des 17. Darß-Lauf an.

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Aus "Lauf geht's" wird "Lauf Jetzt" - Laufprojekt startet ab Mai auch wieder in Bad Düben

Lauf jetztZum Vergrößern anklicken.

Bad Düben. Aus "Lauf geht's!" wird in diesem Jahr "Lauf Jetzt!". Schwerpunkt des Projektes ist es Nicht- oder Gelegenheitsläufer und -walker binnen eines halben Jahres so zu trainieren, das sie im Oktober ohne Probleme den Leipziger Halbmarathon schaffen. Coronabedingt musste das Projekt zwei Jahre pausieren. Jetzt kommt unter neuem Name wieder Schwung. Und eigentlich sollte es 2022 nur in Leipzig stattfinden. Doch Organisator Jörg Matthe vom Leipziger Laufladen hat sich entschlossen, das Projekt ab Mai auch wieder in Bad Düben zu starten. "Mediclin Bad Düben ist seit unserem ersten Projekt vor vier Jahren mit an Bord. Ursprünglich sollte in diesem Jahr nur in Leipzig gelaufen werden. Es kam der Wunsch, das auch in Bad Düben wieder gelaufen und gewalkt wird. Da sich auch der ausführende Verein, der TV Blau-Gelb 90 Bad Düben mit seinen Trainern für Laufen und Walken bereit erklärt hat wieder mitzumachen, wurde entschieden, das Projekt nach 2019 und 2020 zum dritten Mal in der Kurstadt anzubieten. Die Anmeldungen laufen. Ab Mai soll dort gestartet werden", sagte Matthe. "Lauf Jetzt!" ist ein regelmäßiges, geführtes Training, welches sich sowohl an Anfänger als auch Wiedereinsteiger richtet. Es ist die perfekte Möglichkeit, in Zeiten von Home Office und Bewegungsmangel sportlich aktiv zu werden. Ein halbes Jahr haben die Trainer Zeit um alle Teilnehmer langsam und bedächtig an das Lauftraining heran zu führen. Dabei geht es nicht um Geschwindigkeit sondern nach Herzfrequenz und Wohlbefinden. "Wir machen keine Kilometervorgaben. Die Trainingsdauer steigert sich von Woche zu Woche. Dabei ist es völlig egal, wie weit man läuft. Wichtig ist, dass jeder in einem Pulsbereich läufst, indem man sich noch wohl fühlt, nicht völlig aus der Puste kommt und man sich auch noch unterhalten kann. Gemeinsam starten wir dann am 16.Oktober beim Halbmarathon in Leipzig, der bereits in dem zu buchenden Starterpaket zum vergünstigten Preis enthalten ist", so Matthe weiter. Der Bad Dübener Turnverein hat bei bereits mit zwei Teilnahmen genug Erfahrungen auf diesem Gebiet. Denn aus dem ersten Projekt 2019 ist eine fast 30-köpfige Vereinslaufgruppe geworden, die mittlerweile überall in Deutschland und Europa bei Läufen und Walkingwettbewerben teilnimmt. "Das war schon toll. Nach dem Auftakt vor drei Jahren und dem erfolgreichen absolvieren des Leipziger Halbmarathons, wollten die meisten am Ball bleiben und weitermachen. Und so sind nahezu alle Akteure in unseren Verein gewechselt und sind seitdem entsprechend ihres Niveaus aktiv. Einige sind beim walken geblieben, andere haben mit fünf und zehn Kilometerstrecken ihre Freude und ein paar ganz sportliche haben bereits etliche Halbmarathons oder komplette Marathon absolviert", so Bad Dübens Laufchef Ullrich Bresch. Anmelden kann man sich für das Projekt unter www.lauf-jetzt.de. Wer noch Fragen hat, bekommt Auskunft unter 0341-225 20 83.

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Acht Blau-Gelbe turnen sich ins Sachsenfinale

SiegerpodestAnna Mannke gewann in der Lk2 AK 16/17. Levke Strein wurde Vierte.

Bad Düben. Acht Turnerinnen des TV Blau-Gelb 90 Bad Düben lösten bei den Bezirksmeisterschaften in Leipzig die Qualifikationstickets für die Turn-Sachsenmeisterschaften am 21. Mai in Chemnitz. Annika Sachse, Fabiane Runzer, Rieke Stein, Leonie Nannt, Neele Nenitschka, Anna Mannke, Levke Stein und Josie Eckenigk wollen sich beim Sachsenfinale dann in Topform präsentieren und um die eine oder andere Medaille mitturnen. Es war der Tag der Anna Mannke. Die 16-jährige hatte sich intensiv auf die Meisterschaft vorbereitet. Sie legte los wie die Feuerwehr. Turnte mit 13,95 Punkte gleich einen Höchstwert am Boden. Es folgten gute Sprünge und eine ordentliche Stufenbarrenkür, ehe Anna am Balken die ganz große Nummer auspackte. Nahezu fehlerlos und ohne Wackler turnte sie ihre Kür über den zehn Zentimeter breiten und fünf Meter langen Balken und stellte den Abgang sicher auf die Matte. Der Lohn waren 14,35 Punkte und am Ende der unangefochtene Sieg mit 52,40 Punkten in der Leistungsklasse (Lk) 2 der Altersklasse 16/17. Ihre Vereinskameradin Levke Stein turnte das erste mal in dieser Klasse und belegte mit 46,80 Punkten den 4.Platz. "Anna hat sehr gut geturnt. Wenn sie das noch einmal in Chemnitz wiederholt, ist auf jeden Fall eine Medaille drin", sagte Bad Dübens Kampfrichterin Anke Heinicke. In der Lk 2 bei den 18-29-Jährigen hatte Josie Eckenigk mit einer schon länger andauernden Fußverletzung zu kämpfen. "Ich laboriere da schon eine ganze Weile. Mal ist es besser, dann plötzlich wieder nicht. Heute war so ein Tag, da war es wieder schlimm", erzählte die 18-Jährige. Deswegen entschied ihr Trainer nur an einem Gerät zu turnen. Denn aufgrund des kleinen Starterfeldes war Josie dann ohnehin für das Landesfinale qualifiziert. Und so schwang sich der Teenager über den Stufenbarren und löste das Finalticket. Trotz zweier unnfreiwilliger Abgänge am Balken konnten sich Leonie Nannt in der Lk3 Ak 14/15 gut ins Szene setzen. Mit 50,60 Punkten gewann sie Gold in ihrer Altersklasse. Mit 48,50 Punkten landete Rieke Stein auf Platz vier. Ebenso wie Vereinskameradin Neele Nenitschka, die sich am Balken auch zwei Stürze leistete und so eine sichere Medaille aus der Hand nehmen ließ. Neele wurde mit 45,95 Punkten Vierte in der Lk3 AK 16/17. Eine Überraschung gab es bei den Lk3-Neulingen Fabiane Rubner und Annika Sachse. Für beide war es der erste große Wettkampf in dieser Klasse. Das Duo schlug sich wacker durch und bekam bei der Siegerehrung den Lohn. Annika gewann mit 47,45 Punkten Silber und Fabiane wurde mit 46,40 Punkten Vierte. Einen Tag später gingen die Turnerinnen der Leistungsklassen 4 an die Geräte. Bei den Jüngsten der Altersklasse bis 11 Jahre war es der Tag der Bad Dübener. Betty Sehmisch, Charlotte Blaas und Emma Köckeritz belegten die Plätze zwei bis vier. Jasmin Schmidt wurde zwölfte., Eine Altersklasse höher konnte sich TV90-Neilung Emily Janssen bei ihrem ersten Turnwettkampf gut präsentieren. Sie wurde mit 47,60 Punkten Fünfte. Und zu guter letzt schaffte es Jara Smykalla in der Altersklasse 14/15 auch noch auf das Treppchen. Nach solider Kür landete sie mit 48,00 Punkten auf dem Silberplatz. "Bis zur Sachsenmeisterschaft muss jetzt noch zielstrebig trainiert werden. Denn dort ist die Qualität noch ein bisschen höher. Wenn wir auf dem Treppchen stehen wollen, müssen rund 50 Punkte her", weiß Anke Heinicke aus Erfahrung.

Schaut Euch 53 Bilder der Turn-Bezirksmeisterschaft Leipzig 2022 an.

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172. Stundenlauf bei frostigen Graden

Auf der StreckeZum 172. Mal machten sich die Stundenläufer auf die Strecke.

Bad Düben. Zum 172. Mal startete der Bad Dübener TV Blau-Gelb 90 seinen Stundenlauf. 21 Läuferinnen, Läufer sowie eine handvoll Walker gingen im Kurpark der Stadt auf die 1,4 kilometerlange Runde. Bei Temperaturen um die Nullgradgrenze setzte sich der Bad Dübener Matthias Rothe gleich vom Start weg an die Spitze des Feldes und drehte einsam seine Runden. Im Abstand folgten Sven Reuter (Tri-Sport Wurzen) und Frank Weimann vom Gastgeber TV90. Kontinuierliche baute Rothe während der 60 Minuten seinen Vorsprung aus und siegte am Ende mit 14 700 m. Auf die Plätze liefen Sven Reuter (12 000 m) und Frank Weimann (11 200 m). Bei den Frauen war Simone Thurecht (Tri-Sport Wurzen) die Beste. Sie lief 11 200 m. Ihr folgten Simone Kanitz mit 10 100 und Grit Schlaak (beide TV90) mit 10 000 m. Der schnellste Walker war Ullrich Bresch. Er ging 7000 Meter. Für die Bad Dübener Laufgruppe geht es jetzt in die heiße Vorbereitungsphase für den Darß-Lauf in zwei Wochen an der Ostsee. 20 Teilnehmer haben sich in die Startlisten des zehn Kilometerrennens sowie für den Halbmarathon eingetragen. "Wir fahren dort seit einigen Jahren hin. Es ist eine toller Ausflug, wo auch zum Teil die Familien unserer Läufer mitkommen. Nach dem Darß wartet im Juni der Sachsentrail im Erzgebirge und im Oktober eine Reise zum Mallorca-Halbmarathon", kündigte Ullrich Bresch von der Laufgruppe an.

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Turnverein hilft Ukrainischen Familien

MöbeltransportRund 20 Helfer vom Turnverein organisieren den Möbeltransport.

Bad Düben. Der TV Blau-Gelb 90 Bad Düben hat jetzt die ersten drei Wohnungen für die vom Krieg geflüchteteten Menschen in Bad Düben eingerichtet. Etwa 20 kleine und große Helfer übernahmen den Möbeltransport und richteten die einzelnen Wohnungen in der Ritterstraße ein. Eine kleine Herausforderungen waren die vielen Ikea-Möbel, die zusammengebaut werden mussten. Nächste Woche sollen dann auch die letzten Schränke fertig stehen und die Wohnungen einzugsbereit sein. Vielen Dank an alle Helfer, Trainer, Turnerinnen, André Stumpp und seinem Kumpel Robert sowie André Reichenbach, Jens Garbrecht und Tobias Körner, Kerstin Engel, Evelin Cedel, den Familien Stein und Wolf, dem Guten Blumengeist für die Grünpflanzen, Fa. Kühne für den Anhänger und den ukrainischen Frauen, die leckere Warenikis gekocht haben.

...die Leipziger Volkszeitung berichtete über unsere Aktion:

Ukraine-Flüchtlinge: Bad Dübener Turner richten erste Wohnungen ein

Am 6. März trafen im nordsächsischen Bad Düben die ersten von derzeit rund 90 Flüchtlingen aus der Ukraine ein. Darunter eine neunköpfige Familie. Bisher kamen sie in der Ferienwohnung von Madlen Spengler und ihrer Tochter Nicole Großmann unter. Das soll sich jetzt ändern. Dabei kann die Familie sogar weitgehend zusammenbleiben. Rosa kommt in die erste Etage, blau und grün in die beiden anderen. Die Möbel auf den zwei Transportern sind mit Punkten farblich gekennzeichnet. Alle wissen, wohin sie die gespendeten Betten, Tische, Stühle und Kisten mit Möbeln, die noch zusammengebaut werden, bringen müssen. Am Samstagmorgen haben rund 20 kleine und große Helfer vom Turnverein Blau-Gelb 90 Bad Düben im Körbitzweg alles aufgeladen. Jetzt sind sie dabei, die ersten drei von acht vorbereiteten Wohnungen für ukrainische Flüchtlinge einzurichten. Cenia, Alona und die anderen sind zu diesem Zeitpunkt noch in der Ferienwohnung der Familie Spengler in der Baderstraße. Am 6. März hat die neunköpfige Familie nach ihrer mehrtägigen Flucht aus der Nähe von Kiew in Bad Düben eine vorläufige Bleibe gefunden (lvz.de).
So wie mittlerweile rund 80 weitere Flüchtlinge, vorrangig Kinder und Frauen. Auch sie sind in Ferienwohnungen oder privat untergekommen. Nach und nach werden sie jetzt in Wohnungen ziehen, um ein weitgehend eigenständiges Leben führen zu können. Für die neun – Oma Valentina (68) ist die Älteste, Ur-Enkelin Liza (7) die Jüngste – wird dies nun in drei Wohnungen in der Ritterstraße so sein. Wie lange, weiß niemand. Jetzt stehen sie auf dem kleinen Innenhof. Tatjana Koslov ist schon da. In den letzten Tagen hat sie Familien wie diese als Übersetzerin begleitet, zur Bank, ins Landratsamt nach Delitzsch, Vita, die krank ist, zum Arzt. Kira und Jewa, die 13-jährigen Zwillinge, gehen seit Kurzem auf die Oberschule. Liza lernt in der Heide-Grundschule. Nachmittags turnt sie beim TV. Ihren ersten Wettkampf hat sie schon absolviert (lvz.de).
"Platz 6", erzählt Vereins-Chef Steffen Brost stolz. Ganz wichtig zunächst für alle ist – Deutsch lernen. Auch für die Erwachsenen gibt es zweimal die Woche Kurse. "Ich wohne in Bad Düben", sagt Cenia in der für sie noch fremden Sprache und strahlt. Bürgermeisterin Astrid Münster ist da: "Wie geht es Ihnen?" Die Frauen lächeln: "Super", antworten sie. Man spürt aber, ihre Gedanken sind bei den Männern, Söhnen und Vätern, die ihre Heimat verteidigen. Sie seien soweit o.k, sagen sie. Vor der Einfahrt haben zwei Transporter gehalten. Wie aus dem Nichts sind plötzlich ganz viele Leute da. Christin Anders und Kathrin Listemann von der Stadtverwaltung weisen die Helferinnen und Helfer ein. Alle packen an, tragen die gespendeten Möbel hoch. Wencke Stein vom Vereins-Vorstand und Trainerin Kerstin Engel schnaufen kurz durch. Zu helfen sei für alle selbstverständlich, erzählen sie und ihnen ist anzumerken, wie sehr sie das Schicksal der Menschen bewegt. Auch die Turnmädels Levke, Nele und Rieke sind da. Väter wie Daniel Wolff packen ebenso mit an, er habe auch schon beim Reservistenverband angerufen, was er tun könne. Jens Garbrecht hat mittlerweile den Fernseher angeschlossen. Vertraute Klänge sind zu hören. Sponge Bob in ukrainischer Sprache. Ein bisschen Ablenkung für Liza und die anderen. "Eat, eat", winken die Frauen die Helfer heran. Sie haben Borschtsch, eine Suppe aus Roter Beete und Weißkohl, und Wareniki, das sind gefüllte, halbmondförmige Teigtaschen, gekocht. Eine kleine Stärkung, dann wird weiter gerückt, aufgestellt und gebaut. Erst am späten Nachmittag ist Schluss. Das Montieren der Ikea-Möbel ist zeitaufwändiger als gedacht. Am Dienstag werden die Helfer die restlichen Teile zusammenbauen. Der Elektriker muss noch kommen, in einer der Wohnungen fehlt die Einbauküche. "Mittwoch oder Donnerstag können sie aber hier schon einziehen", sagt Astrid Münster. Mutter Cenia, die Juristin, schaut immer noch etwas ungläubig: "All the People. Danke." In den nächsten Tagen wollen Feuerwehr, Stadtrat, Bundespolizei, SV Bad Düben weitere Wohnungen einrichten. 20 werden zunächst gebraucht, 20 weitere werden es wohl werden.

Quelle: Kathrin Kabelitz (LVZ)

Schaut Euch 14 Bilder des Umzugs und der Wohnungseinrichtung an.

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Lisa und Eva kommen aus der Ukraine und turnen jetzt beim Bad Dübener Turnverein

Unsere neuen TurnerinnenDie beiden siebenjährigen Mädchen Lisa Nadtochii (rotes Dress) und Eva Iwaschenko (schwarzes Dress) wurden herzlich beim Bad Dübener Turnverein Blau-Gelb 90 aufgenommen. Im Verein fanden sie schnell Freunde.

Bad Düben. Es wird herumgealbert, es wird gelacht. Die Stimmung ist toll. Es ist Turntraining beim TV Blau-Gelb 90 Bad Düben. Auch Lisa Nadtochii und Eva Iwaschenko haben viel Spaß. Doch die beiden Mädchen sprechen nicht die selber Sprache wie ihre gleichaltrigen Sportkameradinnen. Denn die Siebenjährigen kommen aus der Ukraine. Sie mussten vor dem Krieg mit ihren Geschwistern und Familien flüchten. Seit drei Wochen sind sie in Bad Düben und versuchen das Erlebte zu verarbeiten. Vor zwei Wochen sind die Mädchen auch im Turnverein angekommen. "Wir haben gleich am Anfang, als die ersten Ukrainer in Bad Düben ankamen, mit der Stadt Kontakt aufgenommen und unsere Hilfe angeboten. Das wurde schnell umgesetzt und die Kinder in den Turnverein integriert", sagte Wencke Stein vom Vorstand. Auch der Zufall spielte mit. Eine Bad Dübener Turnfamilie, deren Kinder schon seit einiger Zeit im Verein trainieren, hat eine Mutti mit ihren zwei Mädchen aus der Ukraine aufgenommen. "Eva, ihre Schwester sowie die Mama wohnen seit zwei Wochen bei uns. Meine beiden gleichaltrigen Zwillingen Hannah und Thea sind schon seit einiger Zeit im Turnverein. Auch die kleine Eva hat in ihrer Heimatstadt geturnt. Und wir haben sie gleich mit zum Sport geschickt. Dort wurde sie ganz herzlich aufgenommen", sagte Mutti Christina Ende. Auch Lisa ist sieben Jahre alt. Mit ihrer Mama Alhona wohnt sie jetzt auch in der Kurstadt. Vorübergehend in einer Ferienwohnung in der Baderstraße. Lisa lebte in dem kleinen Örtchen Jagotin bei Kiew. Eva kommt dagegen aus der Nähe von Odessa. "Eva und ihre Familie sind geflohen, als eine der ersten Bomben in der Region einschlugen", erzählte Christina Ende. Während Eva und ihre Familie bei den Stumpp's gut aufgehoben sind, hat der TV Blau-Gelb 90 jetzt die Patenschaft für Lisa und ihre Familie übernommen und unterstützt sie am kommenden Wochenende beim Umzug in eine neue Wohnung in der Ritterstraße. "Das sind insgesamt neun Leute die in drei Wohnungen verteilt sind. Das ist alles Familie von Lisa. Wir statten die Wohnung von Lisa und ihrer Mama mit Möbelspenden aus und räumen auch alles ein", so Wencke Stein weiter. Derweil fühlen sich die beiden Mädchen sichtlich wohl bei ihren neuen Turnkameradinnen in der Kurstadt. "Die Kinder verstehen sich mit Blicken und Gesten. Ansonsten helfen wir uns mit Online-Übersetzern", erzählte Wencke Stein. Nach einer Woche Training nahm Lisa Nadtochii gleich an ihrem ersten Wettkampf teil. Beim Heidecup am Wochenende in Bad Düben schlug sie sich recht wacker und belegte den 6. Platz. "Lisa und Eva sind so aufmerksam und willig was zu lernen. Die hatten in Nullkommanix die Übungen an Reck, Boden, Balken und Sprung auswendig gelernt und sind dann beim Wettkampf mit angetreten", sagte Stein.

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Großes Lampenfieber bei den "neuen" und "alten" Hasen

17. Turn-Heide-Cup in Bad Düben gestartet / 58 Turnerinnen gehen an die Geräte

Die JüngstenDie Jüngsten mit ihren gewonnen Urkunden und Preisen.

Bad Düben. Klein aber fein war der Auftakt zum diesjährigen Turn-Heidecup in der Kurstadt. 55 Turnerinnen des TV Blau-Gelb 90 Bad Düben sowie eine dreiköpfige Abordnung der SG Döllnitztal Mügeln gingen beim Auftaktwettkampf zum 17. Heidecup an die Geräte. In den vergangenen zwei Jahren gab es coronabedingt immer nur einen statt der drei gewohnten Wertungswettkämpfe. Das soll in diesem Jahr aber wieder anders werden und wie zu Vorcoronazeiten mit insgesamt drei Wettkämpfen stattfinden.. "Alles lief glatt über die Bühne. Wir hatten kurzfristig noch ein paar krankheitsbedingte Ausfälle, aber ansonsten waren die Kinder und die zuschauenden Eltern begeistert, das mal wieder ein solcher Vergleich durchgeführt wurde", sagte Wencke Stein vom Vorstand des TV Blau-Gelb 90. Zahlreiche Neulinge hatte vor allem der Gastgeber aus Bad Düben zu bieten. Denn viele Erstklässler haben in den vergangenen Wochen aus der Vorschulabteilung des Vereins in die Abteilung Gerätturnen gewechselt. Jede Menge Lampenfieber hatte die siebenjährige Elisabeth Kleiner. In den zurückliegenden Wochen hatten die Bad Dübener fleißig an den Übungen gefeilt. Und das sollte sich am Ende auch auszahlen. Doch nicht nur Elisabeth selbst, auch ihre Mama und Papa sowie Oma Gerda feuerten den Nachwuchs ordentlich an. Am Ende hatte es sich gelohnt. Elisabeth gewinnt ihren allerersten Wettkampf mit 46,20 Punkten vor der Mügelner Turnerin Nora Höntzsch (46,00 Pkt.) und Valerie Lange (44,95 Pkt.) aus Bad Düben. Großes Lampenfieber gab es auch imn Lager der Kürturnerinnen. In der Leistungsklasse 4 der Altersklasse 12/13 absolvierte Emily Jannsen ihre Premiere an den Turngeräten. Die Zwölfjährige aus Krina trainiert erst seit einem guten halben Jahr im Bad Dübener Turnverein und nahm eine steile Entwicklung. "Emily stand plötzlich in der Turnhalle und legte los. Vieles hatte sie sich zuhause beigebracht. Wir haben es dann in die richtigen Bahnen gelegt", freute sich der Trainer über die erstklassige Verstärkung. Und Emily dankte es mit einem sehenswerten Wettkampf in der Kür. Mit fast zehn Punkten Vorsprung gewann sie mit 48,90 Punkten vor Nelly Kreutzer aus Mügeln mit 39,15 Punkten und Leni Kletzsch (38,50 Pkt.) aus Bad Düben. Und auch bei den "alten Hasen" konnte man deutliche Fortschritte nach Wintertraining und Trainingscamp auf dem Rabenberg sehen. Die Turnerinnen der Leistungsklasse 1-4 nutzten den Heidecup gleich noch als Formtest. Denn nächste Woche treten sie bei den Bezirksmeisterschaften in Leipzig an. Dort geht es dann um die Fahrkarten für die Sachsenmeisterschaften Mitte Mai in Chemnitz.

Ergebnisse:

Ak 7:
1.Elisabeth Kleiner (Bad Düben) 46,20 Pkt.,
2. Nora Höntzsch (Mügeln) 46,00 Pkt.,
3. Valerie Lange 44,95 Pkt.

Ak 8/9:
1. Mira Saitenmacher 48,30 Pkt.,
2. Stella Haubold 48,10 Pkt.,
3. Nele Liß 48,00 Pkt.

Ak 10/11:
1. Anna Michael 53,80 Pkt.,
2. Florentine Heimbold 53,40 Pkt.,
3. Charlotte Medicus 48,10 Pkt.

Lk4 bis 11 Jahre:
1. Emma Köckeritz 47,30 Pkt.,
2. Jasmin Schmidt 47,20 Pkt.,
3. Betty Sehmisch 47,05 Pkt.

Lk4 Ak 12/13:
1. Emily Janssen (allen Bad Düben) 48,90 Pkt.,
2. Nelly Kreutzer (Mügeln) 39,15 Pkt.,
3. Leni Kletzsch 38,50 Pkt.

Lk4 Ak 14/15:
1. Vanita Pannier 47,70 Okt.,
2. Celine Georgie 46,05 Pkt.,
3. Therese Herrmann 42,65 Pkt.

Lk4 Ak 16/17:
1. Laura Körner 43,85 Pkt.

Lk3 Ak 12/13:
1. Fabiane Runzer 51,25 Pkt.,
2. Annika Sachse 47,00 Pkt.

Lk3 Ak 14/15:
1. Leonie Nannt 52,50 Pkt.,
2. Silvia Werner 49,25 Pkt.

Lk2 Ak 16/17:
1. Anna Mannke 54,15 Pkt.,
2. Levke Stein (alle Bad Düben) 49,90 Pkt.

Schaut Euch 58 Bilder des 17. Turn-Heidecup 2022 an.

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Weihnachtsfeier im März - im TV90 schon

Spaß

Bad Düben. Einmal im Jahr sagen wir unseren Trainern, Übungsleiterhelfern, Kampfrichtern, dem Vorstand, den Helfern hinter unseren Kulissen usw. Dankeschön. Da das aber im Dezember wegen Corona nicht klappte, gab es die Feier jetzt. Alle hatten viel Spaß und freuen sich auf die nächsten Höhepunkte im Turnverein. Dankeschön auch an das Comedytheater Los Lachos mit Carsten Giersch, der uns mit seiner 70er Jahre Show besuchte.

Zwei 18-Jährige fühlen sich im TV90 gut aufgehoben - Josie Eckenigk als Turnerin, Elisa Ertel als Übungsleiterin

JosieIm Trainingscamp auf dem Rabenberg bereitete sich Josie mit ihrem Team auf die Wettkämpfe vor.
ElisaMit ihren Erfahrungen trainiert Elisa jetzt jede Woche als Übungsleiterin die Jüngsten in der Turnhalle.

Bad Düben. Elisa Ertel und Josie Eckenigk sind beide 18 Jahre jung. Seit ihrer jüngsten Kindheit turnen sie beim TV Blau-Gelb 90 Bad Düben. Die eine hat 74, die andere 76 Wettkämpfe in ihrem Wettkampfbuch stehen. Sie sammelten bis heute heute unzählige Medaillen und Pokale bei Vereins-, Kreis-, Bezirks- und Sachsenmeisterschaften für ihren Verein. Ihre größten Erfolge waren die Teilnahmen beim Deutschland-Cup 2018 in Delitzsch sowie bei mehreren Wettkämpfen in der Sächsischen Landesauswahl bei Bundespokalwettkämpfen in ganz Deutschland. "Wir haben eine schöne Zeit im Turnverein. Wir sind bisher viel herumgekommen und haben eine Menge erlebt. Egal ob die jährlichen Trainingscamps, die Sommertouren an die Ostsee oder auch unsere Erlebnisse in Portugal, Finnland, USA und Namibia. Das alles sind Erlebnisse für das Leben. Der Verein hat uns geprägt. Dort haben wir auch viel für später gelernt, weil er uns viel ermöglicht hat", erzählt Josie begeistert. Erst vor ein paar Wochen gehörte die 18-Jährige zu einer Vereinsdelegation, die den Gymnastik-Club in Swakopmund in Namibia besuchte und im Rahmen einer Hilfsmission unterstützte. Bis heute sind beide Mädels ihrem Turnverein treu und wollen das auch noch weiter bleiben. Elisa allerdings aktuell als Übungsleiterin der jüngsten Leistungsklassen. Josie will dagegen noch bei Wettkämpfen zeigen, das sie vorn mitturnen kann. Obwohl derzeit bei beiden der Weg zum Abitur läuft. Bis zu zehn Stunden Unterricht müssen die beiden Teenager mit ihrem Sport jeden Tag unter einen Hut bringen. "Das ist manchmal gar nicht so einfach. Ich wohne in Eilenburg und gehe ins Berufliche Gymnasium in Delitzsch. Meist fahre ich nach der Schule nach Hause und es geht gleich weiter in die Turnhalle. Das ist manchmal ganz schön stressig. Aber beim Training kann ich auch ganz gut abschalten und das hilft mir natürlich auch beim lernen abends gut weiter. Ansonsten kommt mir mein Trainer oft entgegen, wenn ich für Klausuren lernen muss. Dann wird einfach ein andere Tag fürs Training ausgeguckt", erzählte Zwölftklässlerin Josie Eckenigk. Ähnlich geht es der Bad Dübenerin Lisa Ertel. Sie besucht das Martin-Rinckart-Gymnasium in Eilenburg und schreibt dieses Jahr ihr Abitur. "Ich bin derzeit immer einmal pro Woche als Übungsleiterin in der Halle. Wenn es die Zeit erlaubt dann auch öfters. Mir macht die Arbeit mit den kleinen Mädchen viel Spaß, weil ich meine Erfahrungen so weiter geben kann und es ist schön zu beobachten, wie die Mädels von Training zu Training besser werden und man dafür auch mit verantwortlich ist", so Eloisa Ertel. Während sich Elisa langsam ernsthafte Gedanken für ihre berufliche Zukunft macht, hat Josie noch ein Jahr Schule vor sich. "Ich habe verschiedene Optionen. Am liebsten würde ich zum Zoll gehen. Da habe ich die ersten Gespräche und Tests gut überstanden. Mal sehen wie sich das weiter entwickelt. Natürlich versuche ich auch während meiner Ausbildung meine Übungsleitertätigkeit fortführen. Ich denke das muss sich alles einspielen und dann sehen wir weiter. Ich bin aber optimistisch, dass das irgendwie klappt", so Elisa. Vereinskameradin Josie hat noch ein bisschen Zeit für berufliche Entscheidungen. Dennoch hat die 18-Jährige schon Ideen wo es hingehen kann. "Ich könnte mir Lehrerin ganz gut vorstellen", sagte Josie. Doch bis es soweit ist, haben beide Mädchen vom Bad Dübener Turnverein noch kurzfristige Pläne. Elisa fiebert Anfang April mit ihren Turnerinnen bei den Bezirksmeisterschaften in Leipzig mit und Josie will dort die Qualifikation für die Landesmeisterschaften im Mai jn Chemnitz schaffen.

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17. Turn-Heidecup startet

Am letzten Märzwochenende treten die Geräteakrobaten in Bad Düben wieder an

Fabiane RunzerFabiane Runzer startet beim Heidecup als Vorbereitung für die Turn-Bezirksmeisterschaften zwei Wochen später.

Bad Düben. Auf diesen Tag freuen sich die Geräteakrobaten von der Sportgemeinschaft Döllnitztal und des TV Blau-Gelb 90 Bad Düben schon lange. Denn am letzten Märzwochenende startet in der Kurstadt der 17.Turn-Heidecup 2022. In den vergangenen zwei Jahren konnte coronabedingt immer nur einer von insgesamt drei Vergleichen pro Jahr ausgeturnt werden. Das soll in diesem Jahr wieder anders werden. Der Bad Dübener TV Blau-Gelb 90 organisiert den Auftakt. Zwei weitere Wettkämpfe in Mügeln und Eilenburg sollen im Laufe des Jahres folgen. Davon kommen dann die besten zwei Ergebnisse der einzelne Aktiven in die Endauswertung. "Wir sind froh, das es wieder los geht. Wir konnten trotz Corona in den vergangenen Monaten halbwegs trainieren. Die Kinder und auch wir Trainer warten jetzt endlich wieder mal auf solche Ereignisse. Dabui geht es weniger um das Ergebnis, vielmehr steht das gemeinsame Miteinander und das Turnen mit anderen Gleichgesinnten im Vordergrund. Natürlich wollen sich die Kinder auch mal wieder vergleichen. Wochenlang fand nur das Training statt", freut sich Jürgen Wolf von der SG Döllnitztal Mügeln auf den Heidecup-Auftakt. Auch beim TV Blau-Gelb 90 Bad Düben wartet man sehnsüchtig auf diesen Tag. Denn in der Kurstadt war das vergangenen Jahr auch nur mit wenigen Vergleichen gepflastert. "Wir turnen so zwischen 15 und 20 Wettkämpfe im Jahr. Wegen Corona waren es nur fünf. Allerdings haben wir versucht mit vielen Aktivitäten in und außerhalb der Turnhalle unsere Kinder und Jugendlichen zu bewegen. Das hat gut geklappt. Wir haben wegen Corona keine Austritte verzeichnet", sagte Wencke Stein aus Bad Düben. Für die Eilenburger Turnriege kommt der Heidecup noch zu früh. Denn in der Muldestadt waren entgegen wie in Bad Düben und Mügeln wochenlang die Turnhallen für den Vereinssport geschlossen. Das wirkte sich auch auf das Training im SV Lok Eilenburg auf. "Wir haben erst kürzlich wieder angefangen zu trainieren. Deswegen mussten wir leider die Teilnahme am ersten Turn-Heidecup-Wettkampf in diesem Jahr absagen. Aber beim nächsten Wettkampf stehen wir wieder mit auf der Matte", sagte Christiane Schabehorn.

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Bad Dübens Turner feiern im März Weihnachten

Jubiläumsshow Abschlussbild"30 Jahre TV90 - wie bunt ist das denn!" hieß die Jubiläumsshow des Bad Dübener Turnverein.

Bad Düben. Es war wie schon so oft – Spektakel, Darbietungen, Weihnachtsstimmung, Feuerwerk. Nur – es ist März ... Zweimal musste der Bad Dübener Turnverein Blau-Gelb 90 seine traditionelle Show zum Fest coronabedingt ausfallen lassen. Jetzt wurde das Ganze nachgeholt. Hier gibt es Fotos und ein Video. Bad Düben. In den Nebenräumen im Heide Spa in Bad Düben herrschte am Sonntag eine große Geschäftigkeit. Zöpfe wurden geflochten, Gesichter geschminkt und der perfekte Sitz der Turnkleidung geprüft. In der Luft lag Spannung und bei den Turnerinnen und Turnern war das Lampenfieber unübersehbar. "Wir sind die Geburtstagskinder am Anfang und machen einen Purzelbaum. Ich bin schon ein bisschen aufgeregt vor meinem Auftritt und ich habe ein Geschenk in der Hand", berichtete stolz die vierjährige Maja, die bereits fertig umgezogen war. Unterdessen nahmen im Saal die Zuschauer Platz. Bodenturnmatten, Turngeräte und ein großer Laufsteg standen bereit. Eine freundliche Stimme begrüßte die Gäste zur Jubiläumsshow des TV Blau-Gelb 90 Bad Düben. Der Sportverein ist nicht nur bekannt für viele sportliche Erfolge, sondern auch für seine jährliche Weihnachtsshow. In diesem Jahr wurde daraus ausnahmsweise eine Geburtstagsshow, weil Corona dem Turnverein im Dezember vergangenen Jahres und wie auch im Jahr zuvor einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Die Show wurde nun in den März verlegt. Unter dem Motto "30 Jahre TV 90 – wie bunt ist das denn!" wurde den Gästen am Wochenende ein volles Programm geboten, das mit Licht, Pyrotechnik und Musik gut 100 Minuten aufwartete. Los ging es mit den Jüngsten des Vereins. Die kleinen Akteure hatten passend zum Jubiläum große Geschenkpakete dabei und zeigten als Wichtel verkleidet erste erlernte Turnelemente. Kim Stein moderierte das Programm und fand sehr sympathisch die passenden Überleitungen. Schwung- und Haltungsübungen, Übungen an den Geräten und Kombination von akrobatischen Reihen und gymnastischen Elementen ließen keine Langeweile aufkommen. Begleitet wurden die Darbietungen von passender Musik und raffinierten Lichteffekten. Die Auswahl der verschiedenen Programmpunkte zeigte nicht nur das außergewöhnliche sportliche Können der Mitwirkenden, sondern ließ ebenfalls Einblicke in das Vereinsleben zu. Eine Bildershow zeigte das ehrenamtliche Wirken der Sportler, die kürzlich eine Reise nach Namibia <https://www.lvz.de/Region/Bad-Dueben/Darum-turnen-Kinder-in-Namibia-an-Ringen-aus-Bad-Dueben> unternahmen, um Turner dort zu unterstützen. "Wir haben unter anderem Riemchen für Reckturner, Sportkleidung und im Jahr 2021 ein Ringegerüst zur Verfügung gestellt", erklärte Steffen Brost. Er ist der Vereinsvorsitzende und Initiator der Show, die seit 2003 zum 18. Mal stattfand. Er kann sich vieler Helfer sicher sein, die zum Gelingen beitrugen. Mütter, Omas und Mitglieder halfen im Hintergrund, sorgten für perfekte Frisuren oder eine Stärkung zwischendurch. Julia Hemmerling ist eine von ihnen, die sich am Sonntag vor allem für die Mädchen und Jungen freute, dass es endlich wieder losging. "Es macht großen Spaß zu sehen, wie die Kinder in den verschiedenen Altersgruppen Spaß haben, auf der Bühne zu stehen. Nach dieser langen Pause tut es ihnen sehr gut, wieder zu zeigen, was sie können", erzählte sie in den Umkleideräumen. "In der Pandemiezeit konnten wir lange nicht trainieren, aber jetzt geht es wieder los und wir haben das Training in der Gruppe richtig gut gemeistert," fügte die 16-jährige Laura noch hinzu. Während der Aufführungen gab es immer wieder einen riesigen Applaus für die Turner, die im Finale dann noch einmal alle zusammen auf der Bühne standen und schließlich unter tosendem Applaus und mit einem Feuerwerk verabschiedet wurden.

Quelle: Anke Herold (LVZ)

Schaut Euch 60 Bilder der Jubiläumsshow 2022 an.

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TV90 ermöglicht namibischen Turnjungs Trainingscamp in Südafrika

Clarence und EmileClarence und Emile sollen bei den Afrikameisterschaften turnen. Jetzt ermöglicht der Bad Dübener Turnverein die Teilnahme am Vorbereitungscamp.

Bad Düben. Vergangene Woche war eine fünfköpfige Delegation des TV Blau-Gelb 90 Bad Düben zu Gast beim Gymnastic-Club Swakopmund. Keine 48 Stunden sind die Kurstädter aus Namibia zurück, da ereilte sie ein Hilferuf aus Südwestafrika. "Unsere Turner Emile und Clarence möchten an den Afrikameisterschaften im ägyptischen Kairo vom 19. bis 22. Mai teilnehmen. Dafür müssen sie weiter trainieren. Unser Problem ist, dass wir im März aus unserer Trainingsstätte im Dome vorübergehend ausziehen müssen, weil dort ein Event stattfindet. Außerdem ist unser Parallelbarren kaputt. Ein befreundeter Trainer in Südafrika, der die südafrikanischen Männerturner trainiert, ist bereit, Clarence und Emile kostenlos zu trainieren. Leider ist aber aufgrund von Covid keine der Familien dort bereit, die beiden Jungs privat aufzunehmen. Das bedeutet, dass wir die Kosten für den Transport, die Unterkunft und die Mahlzeiten übernehmen müssen. Die Kosten belaufen sich auf rund 8900 namibische Dollar pro Turner. Leider können wir das nicht alleine stemmen, würden aber alles versuchen unseren Jungs diese Chance zu geben", schreibt Dongina Risser aus Swakopmund. Der Hilferuf stieß in Bad Düben auf offene Ohren. "Wir haben alle dort kennengelernt. Sie sind ein fleißiges Völkchen, aber es fehlen oftmals die finanziellen Mittel. Bei den Kosten für das vorbereitende Trainingscamp in Südafrika reden wir über 523 Euro. Wir haben im Vorstand entschieden, für einen der beiden Jungs die Kosten komplett zu übernehmen. Wir werden versuchen über eine Spendenaktion innerhalb unseres Turnvereins etwas Geld zu akquirieren. Und vielleicht findet sich ja noch eine Sponsor", so Wencke Strein vom Vorstand. In Swakopmund kam die frohe Botschaft aus Nordsachsen gut an. "Vielen, vielen Dank. Ich weiß gar nicht, wie wir das ausgleichen können", antwortete Trainerin Dione Richtl.

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